Wednesday, September 8, 2010

Archive for Januar, 2009

Mind Quiz

Erstellt von Sarah am Januar - 24 - 2009
Informationen zum Spiel
Titel: Mind Quiz
Publisher: Ubisoft
Plattform: Playstation Portable
Genre: Gedächtnistrainer
Release: 29.03.2007
USK: ab 0 Jahren
Online-Modus: Nein

Hört man Nintendo DS in Zusammenhang mit Casual Gaming, dann fällt wohl vielen automatisch “Dr. Kawashima Gehirnjogging” ein. Aber auch für unsere PSP gibt es etwas vergleichbares, nämlich Mind Quiz von Sega beziehungsweise Ubisoft. Das Ganze steht unter der Aufsicht von Dr. Kawashima und bürgt somit sicherlich für eine ähnliche Qualität. Wobei ich sagen muss, dass ich keinen Nintendo DS besitze und somit auch nichts über Dr. Kawashimas Gehirnjogging sagen kann, außer das es sehr viele Leute gibt, die dieses Spiel lieben.

Story

Aber konzentrieren wir uns auf Mind Quiz. Ist es ein Spiel oder ein Programm? Genau kann man das nicht sagen, da man spielerisch an eine Materie herangeführt wird, die durchaus sehr ernsthaft ist. Trotzdem enthält Mind Quiz Komponenten eines Spieles wie z.B. spielerisches lernen, Ehrgeizentwicklung (man will einfach besser werden) und natürlich Belohnungen, wobei die Belohnungen die das Spiel bietet (Bilder von Tieren) für mich keine sind, sondern das Gehirn-Alter-Test der eigentliche Anreiz für mich ist.

Gameplay

Im Startmenü kann man auswählen ob man ein neues Spiel starten (es wird dann ein Profil angelegt), ein Spiel laden oder eine WLAN-Partie starten will. WLAN konnte ich mangels Partners nicht ausprobieren. Bei der Auswahl ist auch schon einer der Hauptkritikpunkte zu finden. In Deutschland ist es üblich, dass mit X ausgewählt und mit O zurückgesprungen wird, bei Mind Quiz ist das genau umgekehrt. Irgendwie blöd! Durch das Spiel führen „Lehrerinnen” die einen begleiten und die einzelnen Aufgaben und Menüpunkte erklären.
Es gibt folgende Möglichkeiten:
• Einsehen von persönlichen Daten (sehr umfangreiche Auswertung der geleisteten Disziplinen).
• Daten speichern und löschen
• Hirnalter-Test (für mich das Spannendste)
• Trainings-Modus
• Challenge-Modus (hier gibt es Belohnungen, man reist virtuell durch die Welt und löst Hirn-Aufgaben)
• Prüfungs-Modus
• Galerie
Der Bildschirm ist bei allen Aufgaben in zwei Felder aufgeteilt. Im linken Feld ist die Aufgabe und im rechten Feld wird über die vier Buttons Kreis, Dreieck, Kreuz und Quadrat die Lösung eingegeben. Die Bedienung ist sehr simpel und einprägsam.
Bevor man den Hirnalter-Test macht sollte man ein wenig im Trainings-Modus üben. Es finden sich Aufgaben aus den Bereichen Rechnen, Reflex, Einschätzung und Gedächtnis. Man sieht beispielsweise zwei Zahlen samt Ergebnis und muss festlegen ob es sich um eine Addition oder Subtraktion handelt oder man muss sich eine sechsstellige Zahl oder ein Muster merken. Alles geschieht mehr oder weniger unter Zeitdruck was auch manchmal vermeintlich einfache Aufgaben mehr als schwierig macht. Es ist auch möglich verschiedene Schwierigkeitsgrade zu wählen, um sich langsam an Höchstleistungen ranarbeiten zu können. Hier bekommt man Übrigens die ominösen Tierbilder, die man später in der Galerie wieder finden kann.
Im Challenge-Modus werden dieselben Aufgaben als Länderaufgaben dargestellt.
Im Prüfungsmodus kann man Prüfungsstress simulieren. Es ist möglich einen Gesamttest auszuwählen oder auch nur einzelne Testbereiche und den Schwierigkeitsgrad zu wählen. Hier gibt es Rekorde zu knacken, im Zweifel immer den eigenen!
Der Hirnalter-Test ist nur einmal pro Tag (bzw. Datenspeicherung) möglich. Normalerweise speichert man nach einem Test ab und dann ist der Hirnalter-Test an diesem Tag nicht mehr möglich, leider speichert, dass Programm nicht selbsttätig so, dass man Mind Quiz beenden kann und anschließend den Hirnalter-Test nochmals machen kann! Doch dann verliert das Ganze ja seinen Sinn. Es wird aus vier Gruppen (Rechnen, Reflex, Einschätzung und Gedächtnis) jeweils eine Aufgabe gestellt. Anschließend bekommt man auf Basis der richtigen Antworten und der verbrauchten Zeit sein persönliches Hirnalter angezeigt. In wie weit das wirklich wissenschaftlich haltbar ist, kann ich nicht sagen, aber interessant ist es alle mal. Ich selber habe schon alles zwischen 27 und 52 als Hirnalter hingelegt und tatsächlich ist viel davon abhängig wie man „Mental drauf” ist.

Fazit

Mind Quiz ist ein tolles Spiel. Es wird regelmäßig bei mir eingelegt (leider nicht täglich) und ich übe beständig an meinen Fähigkeiten und tatsächlich: mit der Zeit wird man besser! Ich selber habe das subjektive Gefühl ich kann mir mehr merken – ob das wohl an Mind Quiz liegt? Keine Ahnung, vielleicht nur an der Tatsache, dass ich mit der Materie auseinander setze. Die Grafik ist zweckmäßig, der Sound ist manchmal etwas nervig. Nichts desto trotz ist das Spiel für jeden PSP – Besitzer eine Kaufempfehlung!

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 95%
Grafik: 80%
Sound: 70%
Features und Besonderheiten: 95%
Gesamt 85%

Medal of Honor: Heroes 2

Erstellt von Sarah am Januar - 24 - 2009
Informationen zum Spiel
Titel: Medal of Honor: Heroes 2
Publisher: Electronic Arts
Plattform: Playstation Portable
Genre: First-Person-Shooter
Release: 29.11.2007
USK: ab 18 Jahren
Online-Modus: Ja

Ego-Shooter waren auf der PSP anfangs ziemlich spärlich vertreten. Klar, ist das Hauptjagdgebiet doch schon eh und je die PC-Plattform. Dies wird es mit Sicherheit auch noch eine ganze Weile bleiben. Hauptgrund dafür ist die Steuerung, weshalb man sich auf der PSP auch des Öfteren für eine Third-Person Ansicht von hinten oder schräg hinten einigt. Mit dem dazu gehörigen Auto-Aiming kann man diese jedoch eher in die Kategorie Taktik-Shooter einordnen. Doch mit der Zeit erblicken immer mehr echte Ego-Shooter das Licht der Handheld-Welt. So auch “Medal of Honor: Heroes 2″, welches fast zeitgleich auch für die Nintendo Wii erschienen ist.

Story

Wie gewöhnlich hat man einen bestimmten Faden von A nach B zu verfolgen und bekommt immer zwischen den neuen Missionen ein kleines Video zu sehen, in dem euer Vorgesetzter euch ein paar Details erklärt. Insgesamt sind es sieben Missionen, die in einem Hafen, in einer Stadt oder auch in einem Kloster stattfinden. Alle Level sind groß ausgefallen und bieten eine Menge zu erledigenden Nebenmissionen, die man selbst herausfinden muss. So bietet sich es beispielsweise an, jeden verschlossenen Tresor mit einer Granate zu zersprengen, oder jede fest installierte Waffe zu nutzen, um zu schauen, ob man nicht dem eigenen Trupp Deckung geben könnte. Die Story, die leider völlig in den Hintergrund gestellt wird, spielt sich im Zweiten Weltkrieg ab.

Gameplay

Die handvoll Männer, die euch in jeder Mission begleiten, geben euch stets Rückendeckung und agieren meist im Sinne eurer Sicherheit. Sterben können sie sowieso nicht, also reicht es manchmal aus, sie eure eigentliche Arbeit erledigen zu lassen und sich selbst auf den Weg hinter dem nächsten Stapel Kisten zu machen. So kämpft man sich dauernd von Deckung zu Deckung vor, eliminiert die dort wartenden Soldaten und geht weiter zum nächsten Punkt. So bleibt einem kaum Freiheit und der Realismus sinkt gen Null. Auch in den manchmal auftretenden Blackouts eurer Unterstützung. In Ausnahmefällen seid ihr nämlich beim Sichern eines Gebiets ganz auf euch allein gestellt und die eigenen Kollegen scheinen es geradezu genießen, euch mitten im Gefecht gegen schier unendlich vielen schießenden Soldaten zu sehen.
Diese reagieren im Schusswechsel recht intelligent und verstecken sich unter Beschuss häufig hinter einer Deckung, um nur darauf zu warten, bis man selbst nachladen muss. Wirft man jedoch eine Granate hinter die Deckung, scheinen die Gegner eingefroren zu sein und verweilen die letzten Sekunden ihres Lebens mucksmäuschenstill neben der tickenden Granate.
Bei der Steuerung bleiben euch massig Freiheiten. Einige verschiedene Settings stehen zur Auswahl und so hat jeder Spieler bestimmt seine favorisierte Einstellung. Mit der Standardeinstellung läuft man mit dem Analog-Hub nach vorn und zurück und lenkt mit der Kreis und der Quadrat Taste. Die Schritte nach rechts und nach links tätigt man ebenfalls mit dem Analog-Hub. Für PC-Gamer wird die Steuerung, bei der man mit dem Analog-Hub lenkt und mit den vier Standard-Tasten (Dreieck, Quadrat, Kreis, Kreuz) in den jeweilige Richtung lenkt, besser geeignet sein.
Insgesamt gibt es vier bestimmte Settings und hören auf die Namen Elite, Kommando, Pfadfinder und Scharfschütze. Nett, aber nur ein kleines Schmankerl. Viel nützlicher sind die Statistiken, in denen dem Spieler des Profils Medaillen verliehen werden, wenn sie beispielsweise eine Mission überstanden haben, ohne gefallen zu sein. Weitere Medaillen gibt es beispielsweise beim Töten einer bestimmten Anzahl von Soldaten mit einer speziellen Waffe und vielen weiteren Aufgaben. Eine ausgereifte Statistik, aus denen man lesen kann, wie viel Schüsse man mit einer Waffe getätigt hat und wie viele Gegner man damit eliminiert hat. Des Weiteren ist einzusehen, wo die Schüsse landeten. Im Kopf, im Torso, rechter Arm, linker Arm und so weiter. Auch Ränge werden vergeben, die von Private bis Captain langen.

Grafik

Optisch gehört MoHH 2 zur Elite der für die PSP erhältlichen Ego-Shooter. Realistisch anmutende Soldaten, detailreiche Uniformen und eine gut durchdachter Levelaufbau können auf dem kleinen Handheld mit enormer Weitsicht und ohne Slowdowns völlig überzeugen. Die Bewegungen und Effekte hinterlassen einen authentischen Eindruck und lassen daran glauben, sich mitten im Kampfgeschehen zu befinden.

Sound

Das Potenzial der PSP wurde beim Sound rigoros ausgenutzt. Passend zu den jeweiligen Situationen kommt ein authentisches Hintergrundgeräusch und die Waffen hören sich auch sehr realistisch an. Sei es beim Nachladen, beim Schießen oder beim Echo, das eure Ohren verwöhnt. Die deutsche Sprachausgabe wurde ebenfalls optimal umgesetzt und auch hier hört man zu den diversen Szenen immer passende Sätze des eigenen oder des gegnerischen Trupps.

Features und Besonderheiten

Hat man den Offline-Modus durchgespielt und das bestenfalls unter allen drei Schwierigkeitsgraden, vielleicht sogar noch alle erhältlichen Ränge und Auszeichnungen ergattert, sinkt die Motivation rapide. Das ist normal, doch soll es bei MoHH 2 nicht so passieren. Die Freaks unter den PSP Jüngern können sich via Infastruktur online gegen Gleichgesinnte aus aller Welt messen. Der dritte Weltkrieg bekommt somit doch eine völlig neue Bedeutung.
Bis zu 32 Spieler können in verschiedenen Arten gegeneinander antreten. Sei es ein Match, in dem sich zwei Teams duellieren, ein Flag Match oder ein simples Deathmatch, in dem jeder und alles euer Feind ist. Erstellt man in der Lobby selbst ein Spiel, kann man zusätzlich zu der Matchart noch einige weitere Sachen einstellen.
• Soll es eine Zielhilfe geben?
• Autobalance an oder aus?
• Mit oder ohne Teambeschuss?
• Soll das Match für die EA Rangliste zählen?
• Rauswurf bei Teambeschuss?
• Anzahl der Runden?
• Rundenzeit?
• Score Limit?
• Welche Waffen sind erlaubt?
• Wie viele Spieler?
• Soll es ein Passwortschutz geben?
Und natürlich hat man eine Auswahl aller vorhandenen Maps. Für die Kommunikation kann man zum einen im Spiel mit anderen Usern chatten oder einfache Befehle ausrufen und zum anderen gibt es außerhalb des Spiels mittels des EA Messengers die Möglichkeit eine Freundesliste zu führen und so stets mit ihnen in Kontakt zu bleiben, um beispielsweise einen Zeitpunkt für das nächste Spiel auszumachen.
Auch recht interessant ist die EA Rangliste, in der man sich neben den Namen und dem Rang zudem noch eine umfangreiche Statistik inklusive Treffsicherheit, Lieblingswaffe und Lieblingskarte des jeweiligen Spielers anschauen kann.
Im Allgemeinen ist der Onlinemodus somit recht voluminös und von der Qualität äußerst hochwertig ausgefallen. Einziges Manko … den Ping kann man leider nie einsehen, weshalb man oft raten muss, wohin man zielen muss.

Fazit

Sieben Missionen sind nicht gerade die Welt. Doch da diese sieben Missionen ziemlich große Szenarien bieten und von der Spieldauer nicht zu verachten sind, geht die kleine Anzahl schon in Ordnung. Zudem sorgt für die Motivation noch die interessante Statistik, in denen man am liebsten alle Auszeichnungen erhalten möchte. Trotz alledem wäre dieses Spiel ohne den fesselnden Online-Modus nur halb so viel wert. Zusammen mit der schönen Optik und dem glasklaren Sound bleibt ein solider Vertreter dieses Genres, der all den Kritikern zeigt, dass man auch auf der PSP mit großem Spaß in den virtuellen Krieg ziehen darf.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 76%
Grafik: 89%
Sound: 87%
Features und Besonderheiten: 94%
Gesamt 84%

Marvel Trading Card Game

Erstellt von Sarah am Januar - 24 - 2009
Informationen zum Spiel
Titel: Marvel Trading Card Game
Publisher: Konami
Plattform: Playstation Portable
Genre: Strategie
Release: 31.05.2007
USK: ab 0 Jahren
Online-Modus: Ja

Nach Pokémon, Yu-Gi-Oh! und Magic, erreicht uns jetzt auch eine Kartenspieladaptierung von “Marvel: Marvel Trading Card Game”. Was von diesem Titel zu halten ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Story

Über 800 Figuren aus dem Marvel Universum stehen euch in diesem Spiel zur Verfügung und unterstützten euch bei eurem Kampf, darunter bekannte Helden wie Hulk, Spiederman oder die X-Men. Die Regeln sind im Grunde recht simpel: Jeder Spieler hat zu Beginn der Partie 50 Ausdauerpunkte, ist ein Spieler bei 0 angekommen so hat er verloren.
Leider wurde dieses einfache Spielprinzip ordentlich verkompliziert und das Tutorial hilft wegen schlechter Übersetzung auch nicht viel weiter. Entscheidet man sich für den Einzelspieler Storymodus, so hat man die Wahl zwischen Gut und Böse. Je nach Wahl durchlebt man anschließend einen der zwei unterschiedlichen Handlungsstränge. Für Marvelfans vielleicht interessant, sind sie für den normalen Spieler eher langweilig.

Gameplay

Besitzt ihr anfangs nur das schlechte Standard-Deck, ist es euer Ziel durch Kämpfe so viele Karten wie möglich zu sammeln. Wichtiger aber dürfte der Online-Modus des Spiels sein.
Positiv ist hier die Tatsache, dass ihr auch mit eurer PSP gegen Gegner spielen könnt die die PC Version besitzen. So ist für reichlich Gegner gesorgt. Dreister Weise ist es nicht möglich die offline erspielten Karten zu benutzen und so müsst ihr euch, sobald ihr noch andere Karten außer das mäßige Standard-Deck wollt, dass ihr anfangs erhaltet, alle weiteren Karten für echtes Geld hinzukaufen! Aufgrund der Tatsache, dass man dann so genannte Booster Packs erwirbt, kann es dann noch vorkommen, dass ihr eitliche schlechte oder doppelte Karten für euer Geld bekommt.

Grafik

Grafisch ist das Spiel sehr schlicht aufgebaut, hier hätte man sich eindeutig mehr Mühe geben müssen. Wenigstens die Zwischensequenzen im Comic Stil sind recht gut gelungen und erzählen die Story mit dem richtigen Marvel Flair.

Sound

Wenige recht nervige Musikstücke sorgen für die musikalische Untermalung und auch die Kampfgeräusche sind sehr mau, was schnell dafür sorgen kann, dass der Spieler den Sound ganz abstellt. Ärgerlich ist auch die Tatsache, dass keine deutsche Sprachausgabe vorhanden ist.

Features und Besonderheiten

Neben dem Online Modus (unter “Gameplay” beschrieben) bietet das Spiel auch noch die Möglichkeit über Infrastruktur, Wireless und Ad-hoc gegen Freunde zu spielen.

Fazit

Marvel Trading Card Game bietet weder eine gute Aufmachung noch einen guten Sound und der Online Modus darf als Abzocke bezeichnet werden. Aufgrund der sehr hohen Komplexität des Spiels ist Anfängern strengstens davon abzuraten zu diesem Titel zu greifen. Fans der Serie, und Trading Card Fans, dürfen trotzdem einen Blick riskieren.

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 67%
Grafik: 46%
Sound: 39%
Features und Besonderheiten: 61%
Gesamt 54%

M.A.C.H.

Erstellt von Sarah am Januar - 24 - 2009
Informationen zum Spiel
Titel: M.A.C.H.
Publisher: Vivendi Games
Plattform: Playstation Portable
Genre: Action
Release: 12.03.2007
USK: ab 12 Jahren
Online-Modus: Nein

„Fight an Flight“
„Modified Air Combat Heroes“ oder nur kurz „M.A.C.H.“ verwandelt euch zum Piloten auf der Playstation Portable. Es zählen Reflexe, Schnelligkeit und Bewaffnung, um deine Gegner zu schlagen. Vivendi Games bringt mit M.A.C.H. ein Spiel aus einem Genre, welches leider nicht so oft in den Regalen der Kaufhäuser vertreten ist. Mit M.A.C.H. habt ihr eine Flugsimulation im Need for Speed Style. Ihr tuned eueren Jet auf, könnt dabei Leistung und Aussehen verändern und könnt dann gegen eure Gegner in Rennen oder auch Luftkämpfen antreten.
Hier kommt der Nexnow.de Test, den ihr nicht nur im Vorbeifliegen ansehen solltet.

Story

Wir schreiben das Jahr 2049. Die Regierungen der Welt setzen unbemannte, also selbstständige Kampfflugzeuge ein, um Leben zu retten. Somit werden alte Jets und Piloten, die überflüssig sind, ausgemustert. Da es aber so viele Liebhaber von Jets gibt, bildet sich ein großer Schwarzmarkt. Kampfpiloten, Schmuggler und reiche Hobbypiloten mischen so mit ihren getuneten Flugzeugen mit. Eine eigene Liga bildet sich somit heraus. Hier versucht ihr die Nummer eins zu werden. Die Welt von M.A.C.H. beginnt…

Gameplay

Im Hauptmenü des Spiels werdet ihr zu Beginn keine Probleme haben. Es ist sehr gut strukturiert und leicht verständlich. Zunächst gibt es insgesamt 3 verschiedene Gaming-Typen. Die wären Arcade, Karriere und Herausforderung.
Im Punkt Arcade könnt ihr zunächst auswählen, ob ihr ein Rennen oder einen Luftkampf spielen wollt. Anschließend könnt ihr euch eines von den 5 Levels aussuchen, die es im Spiel gibt. Hier wäre eine größere Vielfalt besser gewesen und hätte Abwechslung ins Spiel gebracht. Je nach dem was ihr euch aussucht, könnt ihr bei den Rennen die Strecken auch rückwärts fahren. Somit hat man zumindest dann 10 Strecken wobei eine Richtungsänderung nicht wirklich eine neue Strecke ist. Dieses Problem kennen wir aber schon von der Ridge-Racer Reihe.
Sowohl der Karrieremodus als auch der Herausforderungsmodus sind in Anfänger, Profi, Ass, Elite und Held aufgeteilt. Man fängt am Anfang mit Anfänger an und muss sich dann Hocharbeiten und alles freischalten. Zu Beginn des Karrieremodi hat man 3 Flugzeuge zur Auswahl. Nachdem man Turniere spielt und gewinnt, bekommt man Geld und neue Flugzeuge. Somit müsst ihr überall die Nummer eins werden, um weit zu kommen. Alles was ihr freispielt, könnt ihr dann im Herausforderungsmodus und im Arcademodus spielen.
Im Herausforderungsmodus muss man wie bei Karriere bei Anfänger anfangen und sich bis Held durchschlagen. Dort stehen Nahkampf, Sprint, Zeitkontrolle, Rund und Jagdflug zur Verfügung. Erst nachdem man überall den ersten Platz hat, kommt man ins nächste Level Profi. Bei Nahkampf muss man seine Gegner mit seinen Waffen von der Luft schießen. Bei dem Punkt Sprint soll man auf der Strecke liegende Münzen sammeln und bekommt dafür Punkte. Unter Zeitkontrolle muss man durch Ringe fliegen, um Extraschub zu bekommen, damit man den nächsten Kontrollpunkt erreicht und die Zeit nicht um ist. Jagdflug ist unter den Herausforderungen mein persönlicher Favorit. Hier habt ihr eine Hundemarke und müsst sie über die Zeit bringen. Die Gegner versuchen euch abzuschießen, was euch aber nicht aufhält. Und falls ihr dann doch abgeschossen werden solltet, bekommt der der euch zum Fall gebracht hat die Marke. Um zu gewinnen muss man diese Marke über eine gewisse Zeit schützen (vgl. mit einem Modus in „Mario Kart Double Dash“ für GameCube).
Abgesehen von diesen ganzen Modi habt ihr die Chance eure Jets zu tunen. Ihr könnt einmal das Aussehen verändern und auf der anderen Seite die Leistung. Beim Aussehen kann man Flaggen, Tiere, Logos und auch Formen auf die Flugzeuge kleben. Bei der Leistung kann man von Flügeln über Ruder, Motor und Geschütze alles verändern. Leider ist das alles in 3 Versionen veränderbar, die dort sind: Anfänger, Profi und Ass. Hier wäre vielleicht wie bei NFS mehr drin gewesen.

Grafik

Optisch gesehen ist M.A.C.H. sehr gut gelungen. Sowohl die Landschaften als auch eure Flugzeuge sind sehr detailgetreu erstellt wruden. Das Spiel läuft trotz dieser hohen Qualität sehr stabil und ohne Ruckler. Ihr könnt in eurer Garage euer Flugzeug anschauen. Hier werdet ihr erkennen wie detailreich das Spiel ist. Heranzoomen usw. ist hier kein Problem. In den Levels selber sind nicht nur die umliegenden Wände und Areale detailreich, sondern auch die entfernten Gegenden.

Sound

Die Soundqualität ist ähnlich gemacht wie in einem Jet. Ihr bekommt eure Kommandos wie durch ein Funksprechgerät. Dies vermittelt ein besseres Gefühl für das Spiel, somit wirkt es realistischer. Die Flugzeugeräusche, insbesondere Motorgeräusche sind auch sehr gut gelungen und bringen das Piloten Feeling auf die PSP.

Features und Besonderheiten

Die Verpackung des Spiels ist in einer Art Metalllook die sehr 3D wirkt. Es scheint schon so, als ob der Jet in der Luft wäre. Desweiteren hat sich Vivendi nicht nur auf das Aussehen, sondern auch auf ein spezielles Feature konzentriert. Ihr könnt mit bis zu 8 Freunden über Gamesharing zusammenspielen. Somit braucht ihr nur ein Spiel und könnt das Spiel im verminderten Zustand spielen. Es stehen zwei Flugzeuge und eine Landschaft zur Verfügung, was bei fünf Landschaften dennoch 20% des Inhaltes macht. Hier hat Vivendi Games etwas gemacht, wovon andere Publisher sich eine Scheibe abschneiden können. Im Menü wählt ihr „Multiplayer“ aus und könnt dann ein eigenes Spiel starten. Falls eure Freunde das Spiel auf UMD haben, kann man sogar den ganzen Umfang nutzen, ob Rennen oder Flugkampf ist dabei egal. Es steht alles zur Verfügung.

Fazit

Alle Fans von Flugzeugen sollten bei „M.A.C.H.“ einen Blick riskieren. Das Spiel ist grafisch in Top-Zustand und dennoch ohne lange Wartezeiten. Die Steuerung ist sehr gut gelungen und ist nach kurzer Zeit kein Problem. Leider gibt es nur 5 Landschaften was auf Dauer einseitig wird. Zumindest sind 11 Flugzeuge im Spiel enthalten die man modifizieren kann. Dennoch macht es Spaß und ist gerade für bis zu 8 Spieler über Gamesharing eine lustige Sache.

Vielen Dank an Vivendi für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 76%
Grafik: 86%
Sound:79%
Features und Besonderheiten: 82%
Gesamt 81%

LocoRoco

Erstellt von Sarah am Januar - 24 - 2009
Informationen zum Spiel
Titel: Loco Roco
Publisher: Sony
Plattform: Playstation Portable
Genre: Jump`n`Run
Release: 28.06.2006
Altersfreigabe: ab 0 Jahren
Online-Modus: Nein

Bisher war man, wenn man neue und innovative Spielprinzipe suchte, meist bei der Spielauswahl des Nintendo DS besser beraten. Und viele dachten, das würde immer so bleiben. Denn die PSP ist zwar mit überdurchschnittlicher Hardware gesegnet, doch sucht man zusätzliches Zubehör, wie etwa einen Touchscreen, vergebens. Deswegen ist es auch nicht gerade so verwunderlich, das bisher kein Publisher ein Spiel mit einem völlig neuen Prinzip gewagt hat. Nun macht gerade Sony den Schritt in eine ungewisse Zukunft und entwickelte ein Spiel, dass es als Solches, so noch nie gegeben hat.
Und mit der Entwicklung diese Spiel macht Sony einen weiteren neuen Schritt: Die Loco Roco Demo war die allererste Demo, die frei verfügbar war, natürlich nur in Verbindung mit der aktuellen Firmware. Natürlich kann man spekulieren, ob es dieser Service nur wegen dem sehr außergewöhnlichen neuen Spielprinzip von Loco Roco ins Lebens gerufen wurde, sozusagen als kleine Testphase, wie das neue Spielprinzip bei den Usern ankommt, oder ob das Demo System sowieso früher oder spät zum Einsatz gekommen wäre. Aber das ist ja jetzt auch zweitrangig. Kommen wir zum Spiel. Das Spielprinzip ist, wie gesagt, wirklich außergewöhnlich und obwohl, das Rollprinzip an sich nicht neu ist gab es ein Spiel wie Loco Roco vorher noch nie.

Story

-siehe Gameplay-

Gameplay

Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Der Planet der Loco Roco, kleine, kugelförmige Wesen, wird von den Mojas bedroht und du musst die Welt retten. „Die Welt“ ist diesmal sogar dir freundlich gesinnt. Und diesmal ist mit „Der Welt“ sogar „die Welt“ gemeint, denn der Planet der Loco Roco lebt.Und ihn kannst du befehligen. Je nachdem, welche Schultertaste du betätigst, dreht sich die Welt entweder links oder rechts rum, und somit verändert sich entsprechend auch die Schwerkraft. Drückst du beide Schultertasten auf einmal, hüpft dein Loco Roco. Allein mit diesen Mitteln kannst du deinen Loco Roco durch die 2D-Welt bewegen und in jedem Level gilt es verschiedene Gegenstände zu finden und einzusammeln, wie etwa Beeren, Pickories und auch einzelne Loco Rocos. Das funktioniert meist ganz gut, doch manchmal gestaltet es sich schwierig zu besonders schlecht erreichbaren Stellen zu kommen und ab und zu kann etwas Frust aufkommen. Doch das ist die Seltenheit. Meist spielt sich Loco Roco fröhlich und unbeschwert.

Grafik / Sound

Die comic-artige Grafik wirkt verspielt und lässt eine lockere Atmosphäre aufkommen und die Musik tut das übrige. Jedoch Vorsicht: Nicht jedem bekommt die verrückte Loco Roco Musik. Etwas piepsig, sehr bunt und verrückt kommen die Lieder daher, welche sich textlich aber nicht wirklich beschreiben lassen. Eine Art Fantasie Sprache, mit teilweise English, Französisch und Italienischen Fetzen, die bei längeren Hören, zumindest bei mir, leicht nervt. Doch sie passt perfekt zu der bunten und verrückten Welt des Spiels.

Features und Besonderheiten

Es macht Spaß, sich durch die innovativen Levels zu bewegen und kleine Rätsel zu lösen. Manche Levels spielen sich auch wie eine große Achterbahn, und das hat mir besonders viel Spaß bereitet. Gegen Ende jedes Levels werden alle Loco Rocos gezählt, die es galt zu retten (Je 20 pro Level), die Pickories, mit denen du Minispiele freischaltest und ganz nach Spielhallenart, auch jedes Spiel mit einem der Minispiele bezahlst und die MUIMUI die du gefunden und angesprochen hast. Sie geben dann eine blau Kugel frei, die einen Stern enthält. Damit schaltest du Bauteile in dem sogenannten „Loco Roco Haus frei, eine Art Leveleditor, in dem du Teile nach Belieben zusammenfügen und dann deinen Loco Roco durchschicken kannst. Die Zeit wird auch genommen. Ebenfalls enthält das Spiel eine Screenshot Funktion, mit der du per SELECT Taste Bilder aufnehmen und auf dem Memory Stick speichern kannst.

Fazit

Loco Roco ist ein Spiel, was es so noch nie gab. Die Musik ist Geschmackssache, genauso wie das Spiel selbst. Ich habe es mir auch erst gekauft, nachdem ich die Demo gespielt hatte, denn es gefiel mir auf Anhieb. Und das empfehle ich auch jedem, der sich das Spiel kaufen will. Erst mal Probe spielen. Und wenn’s einem dann gefällt, hat man ein ganz besonderes Spiel, was immer mal wieder für ein schönes und völlig unvergleichliches Spielerlebnis sorgt.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 84%
Grafik: 87%
Sound:88%
Features und Besonderheiten: 77%
Gesamt 83%

Loco Roco 2

Erstellt von Sarah am Januar - 24 - 2009
Informationen zum Spiel
Titel: Loco Roco 2
Publisher: Sony
Plattform: Playstation Portable
Genre: Jump`n`Run
Release: 26.11.2008
USK: ab 0 Jahren
Online-Modus: Nein

Nach dem Vorgänger „Loco Roco“, der 2006 in den Läden erstmals zu kaufen war, erscheint nun „Loco Roco 2“ für die PSP. Ob die süßen Loco Roco auch im Nachfolger überzeugen können und ob es der Nachfolger geschafft hat, mit Innovation und neuen Ideen aufzufahren, erfährt ihr in unserem Review auf Nexnow.de.

Story

Nachdem im ersten Teil die Loco Roco die Mojas abgewehrt haben, möchten sich im zweiten Teil der geschlagene Herrscher Bonmucho und seine Mutter rächen. Um den Lebewesen, den Mui Mui, das Leben auszusaugen, sind sie mit akustischen Waffen bewaffnet, die immerzu ein grausames Lied spielen und auch die Umwelt durch schwarze Wolken zerstören.
Auch bei „Loco Roco 2“ ist es das Ziel, dass eure Loco Roco viele Beeren essen, um rasch zu wachsen und somit die Gegner wegstoßen und besiegen zu können.
Im Gegensatz zu „Loco Roco“ könnt ihr in „Loco Roco 2“ durch einen ausführlichen Ausbau-Modus das Mui Mui-Haus verändern und neu einrichten. Die hierfür benötigten Rohstoffe könnt ihr in den verschiedenen Level sammeln. Jeder Ausbau verbraucht eine bestimmte Menge an Ressourcen- dies ist jedoch alles genau festgelegt, genauso wie die Position der Gegenstände im Raum. So schafft ihr nach und nach ein schönes Haus für die Mui Mui, die darin wohnen werden und die Gegenstände benutzen, die ihr im Haus aufgebaut habt.

Gameplay

An der Steuerung eurer Loco Roco hat sich im Vergleich zum ersten Teil nichts geändert. Auch bei „Loco Roco 2“ steuert ihr nicht die putzigen Charaktere sondern gleich die ganze Welt. Mit den Schultertasten könnt ihr die Welt nach links und nach rechts neigen und somit die Richtung eurer Loco Roco bestimmen. Kommt ihr an einem Hindernis nicht vorbei, dann müsst ihr die beiden Schultertasten gleichzeitig drücken, um somit euer Loco Roco zum Hüpfen zu bringen. Solltet ihr zu dick geworden sein, um bestimmte Wege zu durchqueren, müsst ihr ein paar mal kurz die Kreis-Taste drücken- euer Loco Roco teilt sich nun in genauso viele Teile, wie ihr zuvor Beeren gegessen habt. Wenn ihr den Weg durchrquert habt, dann drückt wieder lange die Kreis-Taste, damit sich die Loco Roco wieder zusammenfügen und ihr wieder kugelrund und dick durch die Welt kullern könnt.
Von der Weltkarte- euerm Ausgangspunkt- aus gelangt ihr direkt in die verschiedenen Level. Ihr findet euch in vielen kreativ gestalteten Umgebungen wider- sei es eine Eiswelt oder eine Halloweenwelt- es ist von allem etwas dabei. Aber ihr rollt nicht einfach nur durch die Welten; es gibt auch viele Gegenstände mit denen ihr interagieren könnt. Wenn ihr zum Beispiel an einen Baum stößt, kann es schon passieren, dass euer Loco Roco an den Blättern des Baumes über eine Schlucht geflogen wird.
An versteckten Orten könnt ihr auf Mui Mui treffen, die euch meistens ein Geschenk hinterlassen. Sie sind dann auch nach Beendigung des Levels im Mui Mui-Haus anzutreffen.

Grafik

„Loco Roco 2“ erhält bestimmt nicht den Preis für die beste Grafik, dennoch lässt sich sagen, dass sie keine Ruckler hat und dass die Umwelt sehr farbenfroh gestaltet wurde. Der Stil ist zwar eher kindlich und in 2D gehalten, passt aber perfekt zum Spiel.

Sound

Soundtechnisch kann „Loco Roco 2“ voll und ganz überzeugen. Es wird nie langweilig und ein „Gedudel-Feeling“ kommt nicht auf. Durch verschiedene Zusatzfunktionen lassen sich auch immer mehr Sounds freischalten, welche dann wieder Abwechslung bringen. Da in diesem Teil die Musik ein Teil der Handlung ist, haben es hier die Entwickler auch geschafft, diese ins richtige Licht zu rücken.

Features und Besonderheiten

„Loco Roco 2“ kann mit einigen Features auftrumpfen; so bringen euch einige Mui Mui besondere Tricks bei, mit denen ihr dann zum Beispiel unter Wasser schwimmen könnt. Über die Weltkarte könnt ihr verschiedene Minispiele erreichen, wie zum Beispiel „Loco Roco-Hüpfen“, „Loco Roco-Rennen“ und noch einige mehr. Außerdem erscheinen in den Level ab und zu ein paar Musiknoten; fängt ihr sie ein, werden der Hintergrundmusik immer mehr Musikinstrumente hinzugefügt. Auch eine Art Minispiel ist, wenn ihr euer Loco Roco teilen müsst, um einen Chor zu bilden und somit mit eurem Gesang andere Lebewesen zum Leben erwecken könnt. Des Weiteren gibt es insgesamt sieben freischaltbare Loco Roco-Varianten, die sich alle in Farbe, Form und Musik unterscheiden. Auch könnt ihr besonders schöne Momente mit der Foto-Funktion festhalten.

Fazit

„Loco Roco 2“ kann mit einer hübschen Gestaltung, ausgefallenen Gesängen, schönen Melodien und einer Menge neuer Features überzeugen. Das Gameplay ist zwar im Vergleich zum Vorgänger unverändert geblieben, daran muss aber auch nicht unbedingt etwas geändert werden. Um als Nachfolger überzeugen zu können, muss ein Spiel mit neuen Innovationen daherkommen und das hat „Loco Roco 2“ wirklich geschafft. Außerdem haben es die Entwickler verstanden die Musik, die jetzt noch wichtiger geworden ist, da die Existenz der Lebewesen davon abhängt, geschickt in das Gameplay mit einzubeziehen und schaffen somit eine schönes, in sich geschlossenes Spiel.

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 89 %
Grafik: 84 %
Sound: 93 %
Features und Besonderheiten: 94 %
Gesamt 90 %

King of Clubs

Erstellt von Sarah am Januar - 24 - 2009
Informationen zum Spiel
Titel: King of Clubs
Publisher: dtp
Plattform: Playstation Portable
Genre: Simulation
Release: 21.02.2008
USK: ab 6 Jahren
Online-Modus: Nein

“‘King of Clubs’ ist das absolut verrückteste Golferlebnis, das ihr je gesehen habt”, so verpricht es der Verpackungsaufdruck. Ob die Entwickler von Oxygen damit Recht haben, werden wir natürlich ausgiebig testen. Aufregende Kulissen, verrückte Gegner und viele knifflige Parcours warten darauf entdeckt zu werden. Also schnappt euch euer Eisen und ab auf die Minigolf-Bahn.
Wie „King of Clubs“ abschneidet und ob ihr mit dem Spiel auf eure Kosten kommt, könnt ihr in unseren Review auf Nexnow.de lesen.

Story

Wir befinden uns in einem Minigolf-Club inmitten Nevadas Wüste. Der Club-Boss ist ein absolut verrückter Typ namens King, der alles auf die 60er und 70er Jahre getrimmt hat. Ähnlichkeiten mit Elvis sind hier nicht ausgeschlossen. Es stehen euch insgesamt zehn Kurse mit 96 Levels zur Verfügung, die es heißt zu absolvieren. Dabei tretet ihr gegen die besten Minigolfer an, die es gibt. Aber schaut dabei nicht auf das Äußere. Eure Kontrahenten sehen nicht gerade normal aus. Einmal müsst ihr gegen Rocky den Urzeitmenschen antreten und in einem anderen Kurs gegen einen Ritter mit einem Topf auf dem Kopf. Insgesamt stehen euch fünf Gegner plus der King zur Verfügung.
Im „Einzelspieler“-Modus des Spiels könnt ihr eines aus „Karriere“, „Turnier“, „Speed Golf“, „Übung“ und „Überleben“ auswählen. Um neue Levels freizuschalten, müsst ihr aber vorher im „Karriere“-Modus weiterkommen. Im „Turnier“-Modus tretet ihr gegen die Platz-Profis an, bei „Speed Golf“ müsst ihr die Rekordzeiten unterbieten, bei „Übung“ könnt ihr frei trainieren und bei „Überleben“ heißt es so lange weiter zu machen, bis man alle Kurse perfekt meistert. Der Umfang des Spiels ist dabei recht gut gehalten und verspricht Spaß zu machen.

Gameplay

Spielerisch gesehen ist „King of Clubs“ einfach gehalten. Gesteuert wird mit dem Analogstick oder dem Steuerkreuz und mit der „X“-Taste erscheint die Schlagkraftanzeige. Danach müsst ihr nur noch den Analogstick nach links bewegen, um die Kraft aufzuladen. Anschließend nochmal „X“ drücken und los geht’s. Die Steuerung ist damit sehr leicht und führt schnell ins Spiel. Obwohl das Spielprinzip so simpel ist, bringt es ein gutes Minigolfgefühl mit sich. Auf den Kursen befinden sich auch immer Pickups wie:
• Ballbeutel: Bälle mit verschiedenen Eigenschaften.
• Geldbeutel: Geld für euer Konto.
• Sperren: Hier muss euer Gegner Standard- Schläger und Ball benutzen.
• Willkürliche Auswahl: Hier werden eurem Gegner willkürlich Schläger und Ball für den nächsten Schlag aufgebrummt.
Neben diesen Pickups auf dem Feld, könnt ihr das gewonnene Geld im Pro-Shop ausgeben. Hier stehen euch folgende Sachen zur Auswahl:
• Mulligan-Gutscheine: Ihr dürft nochmal den letzten Schlag wiederholen, ohne Minuspunkte zu bekommen.
• Bälle: Hier könnt ihr neue Bälle mit verschiedenen Eigenschaften kaufen.
• Schläger: Hier könnt ihr neue Schläger mit verschiedenen Eigenschaften kaufen.
• Ballfarben: Neue Farben für euren Ball im Spiel.
• Spurfarben: Wählt eure eigene Farbe für im Spiel.
• Soundpackete: Neue Tracks können gekauft werden.
• Actionfiguren: Hierbei können Figuren gekauft werden.
Im Spiel sind die Kurse zu Beginn noch recht freundlich, werden aber mit Weiterschreiten durch z.B. Hindernisse wie Tore, Stoßleisten, Falltüren, Wasserlöcher, Öllachen, Aufzüge oder Teleportfelder erschwert. Im Ganzen gesehen ist somit Abwechslung geboten, auch wenn es nicht sonderlich schwer wird.

Grafik

Die Comic-Grafik passt ideal zu „King of Clubs“. Die verrückten Gegner sehen dabei sehr lustig aus und geben dem Spiel einen gewissen Humor. Die Kameraführung ist verstellbar und übersichtlich gehalten. Die Levels sehen recht gut aus und bieten auch eine abwechslungsreiche Kulisse: Angefangen von Dinosauriern, über die Pyramiden, das Mittelalter, die Weltraumzeit bis hin zu einem Unterwasserbereich; diese Levels müsst ihr alle meistern.
Die Texturen im Spiel sind ansehnlich und auch die Ladezeiten halten sich in Grenzen. Das Game läuft ohne Ruckler und ist flüssig.

Sound

Die Musik im Spiel hört sich wie eine typische Südstaaten-Melodie an. Ein wenig Country-Musik mit ein paar Einlagen und schon geht es rund. Um die Auswahl etwas zu vergrößern, können auch neue Tracks freigeschaltet werden. Dennoch wirkt es auf lange Sicht nervig, da es vom Spiel ablenkt. Leise machen ist daher angesagt.

Features und Besonderheiten

Neben einigen Bonus-Levels, die ihr freischalten könnt ist ein Multiplayer-Modus ebenfalls mit von der Partie. Ihr könnt mit bis zu vier Spielern golfen, wobei ihr nicht nur Ad-Hoc, sondern auch mit einer PSP spielen könnt. Auch ein Game-Sharing-Modus wurde dem Spiel spendiert, was Spaß macht.

Fazit

Für Minigolfer ist „King of Clubs“ mit Sicherheit interessant. Der Umfang, die abwechslungsreichen Levels und auch die tollen Extras machen Spaß. Ein Online-Modus wäre ganz interessant geworden, aber dennoch ist dank Gamesharing einiges gut gemacht. Der Sound und die Grafik reißen einen zwar nicht vom Hocker, dennoch sind sie gut gelungen. Für alle, die ein lustiges Minigolf-Spiel wollen, können hier ruhig zuschlagen. Schönes Spiel mit einem guten Umfang.

Vielen Dank an dtp für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 74%
Grafik: 70%
Sound: 68%
Features und Besonderheiten: 75%
Gesamt 72%

Juiced Eliminator

Erstellt von Sarah am Januar - 23 - 2009
Informationen zum Spiel
Titel: Juiced Eliminator
Publisher: THQ
Plattform: Playstation Portable
Genre: Rennspiel
Release: 21.07.2006
USK: ab 0 Jahren
Online-Modus: Nein

Rennspiele gibt es viele. Die meisten sind echte Kracher, manche eher beschränkt spaßig und andere einfach ein Fall für die Tonne. Die meisten Rennspiele auf dem Markt gehören zur zweiten Kategorie, nur einige wenige sind wirklich gut. Wirklich schlechte Rennspiele sind zum Glück selten. So viel kann man bei einem Rennspiel nicht falsch machen. Eine gute Steuerung und durchdachtes Gameplay, eine halbwegs gute Grafik und ein passender Sound mit guten und passenden Soundeffekten und schon steht einem potenziellen Kracher fast nichts mehr im Wege. THQ bringt mit Juiced Eliminator ein weiteres Rennspiel an die Front, welches sich mit neuen Features an der Spitze behaupten will. Ob der Wille stark genug ist und wer am Ende eliminiert wird, erfahrt ihr in unserem Test.

Story

Die Story ist, wie bei jedem gängigen Rennspiel nichts, was nicht schon mal so oder so ähnlich da gewesen ist. Ihr kommt in eine Stadt, die von illegalen Straßenrennen regiert wird. Ihr kauft euch eine Karre, motzt sie auf und kämpft euch bis an die Spitze. Dabei begleiten euch zahlreichen Nebenpersonen, hier eine attraktive, junge Frau, wie es in Street Racern jetzt schon fast Tradition geworden ist. Eine kleine Neuerung ist eine Crew, also eine Gruppe von Fahrern, die ihr aus Rasern zusammenstellen könnt, die sich euch anschließen. Über ein Handy, dessen Model ihr euch am Anfang aussuchen dürft (Eins ist schöner als das Andere..), bekommt ihr Nachrichten, Informationen und Tipps, jedoch sehr unregelmäßig. Bei den etwas unübersichtlichen Menüs versteht man am Anfang erst mal gar nicht, was überhaupt Sache ist. Ein kleiner Einweisungsfilm, auch Tutorial genannt, hätte da Wunder gewirkt. Kommt man halbwegs mit allem zurecht kann man losfahren um Ruhm, Reichtum und Ehre zu erlangen. Letzteres spielt zu erst einmal eine wichtige Rolle, denn mit dem erspieltem Geld kann man neue Autos kaufen, sein eigene Karre tunen, optisch sowie leistungstechnisch. Neben den Summen für den Gewinner eines „Events“ kann man noch mit den teilnehmenden Fahrern Wetten abschließen, was auf jeden Fall ein interessantes Feature ist. Doch auch Ehre ist nicht unwichtig. In Form eines Respektbalkens. Je mehr Gegner ihr besiegt, je mehr Respekt genießt ihr in und um eurer Crew. Das schaltet gewisse Rennevents frei und lässt eure Crewmitglieder nach eurer Pfeife tanzen. Die übernehmen dann sogar mal ganze Rennen für euch. Die Renntypen sind teilweise die alten Bekannten: Neben den normalen Rundkursrennen, KO Rennen und Zeitrennen gilt es Trickrennen zu gewinnen. Ihr müsst in einer bestimmten Zeit soviel Tricks wie möglich zeigen. Eure Konkurrenten geben euch zeitweise Tipps und bissige Bemerkungen mit auf den Weg, die hübsch in kleinen Videosequenzen präsentiert werden. Habt ihr ein Crew zusammen, bekommt ihr auch regelmäßig Herausforderungen von feindlichen Crews.

Gameplay

Die Steuerung in Juiced Eliminator ist katastrophal: Völlig unsensibel und verspätet regiert euer Wagen und es gelingt nur mit Mühe den Wagen zwischen den Absperrungen zu halten. Juiced Eliminator hat ebenfalls ein Schadensmodell. Küsst ihr ein paar Mal die Absperrungen müsst ihr nach und nach Abstriche machen: Zuerst fällt nur die Neonbeleuchtung weg, doch dann leckt schon das Nitro, und das ist schon ein ganz gewaltiger Nachteil. Und wenn dann der Turbo versagt müsstet ihr eh schon ganz hinten liegen. Das Schadensmodell ist Geschmackssache und gefällt nicht jedem. Ich muss sagen, das ich auch ohne gut zu Recht gekommen wäre. Die Fahrphysik ist ein weiteres Sorgenkind. Neben der steifen Steuerung agiert der Wagen auch noch sehr unrealistisch. So hart es klingt, aber wirklich Spaß konnte bei der schwammigen Steuerung und der schlechten Fahrphysik nicht aufkommen.

Grafik

THQ hatte im Vorfeld zu Juiced Eliminator gesagt, man habe eine optisch reduzierte Grafik, um das Spiel flüssig zu halten und keine großen Ladezeiten riskieren zu müssen. Wer jetzt denkt: Na ja, mit den paar Pixel mehr oder weniger kann ich leben und kurze Ladezeiten wollt ich schon immer, der geht mit einer etwas falschen Einstellung ins Spiel. Kurzer Vergleich: WWE Smackdown vs Raw 2006 (Test im PS Pro Mag 06/06) hatte unglaubliche 10 bis 20 Sekunden Ladezeit. Positiv: THQ hatte diese Mängel erkannt und mit etwas Feature und Grafik Einbussen die Ladezeiten beim aktuellen Nachfolger WWE Smackdown vs Raw 2007 (Test im aktuellen Magazin) in erträgliche Regionen geschafft. Zwar versucht THQ hier anscheinend das Gleiche, doch das Ganze geht etwas den Bach runter: Die Ladezeiten sind immer noch viel zu lang und dass, was man dann dafür geboten bekommt, rechtfertigt die Ladezeiten nicht. Eher mittelmäßige Grafik und teilweise Bugs. Die Umgebung ist verwaschen und undetailliert, Wettereffekte gibt es praktisch nicht und auch der typische „Verschleierungseffekt“, der die hohe Geschwindigkeit simulieren soll, entsteht viel zu abrupt und lässt keine gute Rennatmosphäre aufkommen. Die Tuningabteilung ist dafür etwas besser gelungen: Über 100 verschiedene Teile lassen eine völlig individuelle Gestaltung des eigenen Wagens zu. Die Optik stimmt hier auch: Die typische Pimp-My-Ride-Atmosphäre ist auf jeden Fall da.

Sound

Hier ist das Spiel auch wieder nur halbwegs auf der richtigen Spur. Der Soundtrack mit fetzigen Rock-Pop und bekannten Interpreten und Hits passt perfekt zu dem Street Racer Thema und ist gut gewählt worden. Die Soundeffekte wieder rum weniger gut ausgefallen. Während des Rennens gibt euer Wagen Geräusche von sich, das man meinen könnte, man hätte eine Katze unter die Räder bekommen. Sprachausgabe bei den Sequenzen und Telefonaten ist vorhanden, jedoch bekommt ihr Selbige nur selten zu hören oder zu sehen.

Features und Besonderheiten

Der Umfang von Juiced Eliminator, vor allem in Tuning Bereich, ist beeindruckend. Ihr habt viele Möglichkeiten eueren Wagen zu tunen und optisch aufzuwerten.
Der Multiplayer Part ist recht ausgefallen, so sorgen doch Crew-Events, also Rennen im Team, für eindeutigen Spielspaß, sofern man drei andere Leute findet, die mit der Steuerung zu Recht kommen und.. das Spiel besitzen.

Fazit

Zu welcher der drei oben genannten Typen Juiced Eliminator nun gehört, will ich nicht verraten, aber eins ist klar: Es gibt bessere Vertreter des Genres. Zwar hat das Spiel viele, neue Ideen und einen gewaltigen Umfang, doch sind sie teilweise einfach nicht so gut umgesetzt. Vor allem die Grafik und dazu noch die gewaltigen Ladezeiten vermiesen den Spielspaß gewaltig. Hat man jedoch alle gängigen Street Racer bereits durchgespielt und einfach Lust auf neue Features und Ideen hat, der kann Juiced Eliminator ruhig einmal anspielen.

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 77%
Grafik: 76%
Sound: 74%
Features und Besonderheiten: 84%
Gesamt 77%

Juiced 2: Hot Import Nights

Erstellt von Sarah am Januar - 23 - 2009
Informationen zum Spiel
Titel: Juiced 2: Hot Import Nights
Publisher: THQ
Plattform: Playstation Portable
Genre: Rennspiel
Release: 19.10.2007
USK: ab 6 Jahren
Online-Modus: Nein

Mit Juiced 2: Hot Import Nights reiht sich ein weiteres Spiel in die Liste der Street Racer ein. Die PSP Version ist ein nahezu identischer Ableger der PS 2 Version, womit es leider auch kein Onlinemodus auf die UMD geschafft hat. Wer aber trotzdem driften und rasen will, ohne sich vor Punkte in Flensburg zu fürchten, sollte sich in unserem Review ein Bild von Juiced 2: Hot Import Nights machen! Hauptsächlich auf das Gameplay wird besonders eingegangen.

Story

Eine Geschichte fehlt leider gänzlich, dafür soll ein umfangreicher Karrieremodus für lang anhaltenden Spielspaß sorgen. Nach einem kurzen Einführungsrennen startet man in der untersten von zehn Ligen. Von dort an muss man sich bis zur HIN Elite hoch kämpfen, wobei man immer neuen Rennvarianten und Autos begegnet. Dank der Lizenzen gleichen die verschiedenen Vehikel den originalen und verhalten sich vom Fahrgefühl leicht unterschiedlich zueinander. Um in die jeweils nächste Liga aufzusteigen, muss man eine bestimmte Anzahl an Zielen erreichen. Dies können bestimmte Platzierungen in Rennen sein, aber auch diverse Aufgaben, wie zum Beispiel das Bedrängen eines bestimmten Fahrers.

Gameplay

Somit kommen wir auch zu einer der interessanten Features des Spiels. Wenn man sich einem der Fahrer von hinten nähert und dicht dran bleibt, erscheint eine Leiste, die sich mit zunehmender Zeit immer mehr füllt. Sobald die Leiste voll ist, erschrickt der Fahrer und begeht somit einen Fehler, was meistens der Kontakt mit der Leitplanke bedeutet. Wichtig dabei ist, so nah und so lange wie möglich an dem Kontrahenten dran zu bleiben, schwerer und interessanter wird’s mit dem Fahren in höheren Ligen und beim Bedrängen bestimmter Fahrer.
Bobby, ein ziemlich hartnäckiger Fahrer, lässt sich beispielsweise nicht so einfach bedrängen, wie die anderen. Soll heißen, dass sich seine Leiste viel langsamer füllt und wenn er mal einige Meter weiter von euch weg zieht, ist seine Leiste auch ruckzuck wieder so leer, wie der Teller auf dem Mittagstisch von Rainer Calmund.
Bobby ist auch der größte Zocker. Vor jedem Rennen kann man mit einem gegnerischen Fahrer, ausgenommen sind die Team-Rennen, Wetten abschließen. Wer viel Geld machen will, geht hierbei immer eine Wette mit Bobby ein. Egal wie viel man setzt, er verdoppelt jedes Mal den Einsatz. Dann heißt es Mann oder Memme, ist man letzteres und nimmt das Wettangebot zurück, muss man abhängig vom eigentlichen Wetteinsatz eine saftige Strafe zahlen. So hat jeder der Charaktere seine eigenen Stärken oder Schwächen, auch eine eigene DNA, die man sich vor jeder Wette anschauen sollte.
In der DNA sieht man die verschiedenen Fähigkeiten der Piloten, der eine fährt gut um Kurven, der andere setzt geschickt das Nitro ein und vieles weitere. Dabei gibt es zwei Arten von viel und wenig. Entweder ist man in den Attributen geschickt und eiskalt oder man ist aggressiv und knallheiß. Selbst besitzt man auch eine DNA, die man jedoch nicht allzu ernst nehmen darf. Umso mehr Kurven man fährt, umso „besser“ wird man in der entsprechenden Kategorie seiner DNA dargestellt. In Wirklichkeit spiegelt das aber nur wider, wie oft man durch Kurven gefahren ist und nicht wie gut man sie bewältigt hat. Genauso sieht es beim Wetten, dem Driften und alles weitere aus.
Viel interessanter wäre es da bei einem Online Modus geworden, hier hätte man das Steigen der Attribute deutlich verlangsamen können, sodass die Leisten nicht schon nach einmaligen Durchspielen der Karriere gefüllt sind und man sich anhand der gegnerischen DNA ein Bild davon machen könnte, wie viel Kurven derjenige gefahren oder wie oft er mit Nitro gefahren ist. Somit würde es zwar auch nicht die wirkliche Leistung widerspiegeln, aber man könnte sehen, wie viel Erfahrung der Mitspieler in den Attributen hat, wobei man ihn wesentlich besser einschätzen könnte.
Immerhin ist der Offline-Karrieremodus gut durchdacht worden. So kann man erfreulicherweise die zu erledigenden Ziele miteinander kombinieren. Hat man zum Beispiel in einer Liga unter anderem die Aufgaben mit Tyrone eine Wette abzuschließen, Bobby zu bedrängen und in einem Last-Man-Standing Rennen den dritten Platz zu belegen, dann kann man hier wunderbar drei Ziele auf einmal erledigen.
In einem Last-Man-Standing Rennen darf man keine Berührung mit einer Leitplanke oder einer Begrenzung haben. Um die Kontrahenten zu besiegen, bietet es sich daher an, sich von hinten vor zu kämpfen und die vorderen Fahrer zu bedrängen. Macht das Opfer einen Fehler und fährt gegen eine Abgrenzung, scheidet er aus. So macht man das nun bis zum letzten Fahrer, hat somit unter andrem Bobby bedrängt, das Rennen gewonnen und wenn man mit Tyrone zuvor eine Wette abgeschlossen, auch diese gewonnen. Diese bewältigten Aufgaben können je nach Liga schon 30 % der erforderlichen Ziele für die nächste Staffel sein.
Weitere Rennmodi hören auf die Namen Rundstrecken-Rennen, Rundstrecken-Elimination, Einzel-Drift, Drift-Elimination, Drift-König, Ausdauer-Drift, Team-Rennen und weitere, welche alle selbsterklärend sein dürften.
Hat man den Sprung in die nächste Liga geschafft, hat man die Möglichkeit sein aktuelles Auto zu tunen oder sich beim Autohändler ein neues zu kaufen. In Form von einer Leistungsspanne kann man schon vor dem Kauf von jedem Auto das maximale Potenzial erkennen, welches man durch Leistungstuning erreichen kann. Des Weiteren ist für jedes Auto eine Maximalklasse angegeben. Dies ist die Klasse, die dann nur noch durch den Ausbau in einen Prototyp getoppt werden kann. Für den Ausbau in Prototypen werden Punkte benötigt, die in Rennen erspielt werden können. Ebenso sieht es mit Aufklebern für das visuelle Tuning aus. In welchen Rennen man die gewünschten Punkte ergattern kann, erkennt man schon vor der Auswahl der jeweiligen Events.
Die Prototypen sind nicht nur das maximal möglichste, was man aus dem Auto herausholen kann, in bestimmten Rennen kann man auch nur mit diesen teilnehmen. Auch Muscle Car Events gibt es, wozu man sich extra einen amerikanischen Kultschlitten zulegen muss. Autos gibt es bei Juiced 2: HIN jedoch sowieso genug und unter den Karossen wie Nissan Skyline, Mitsubishi Evo, BMW M3 oder Ford Mustang gibt es sicherlich für jeden Geschmack etwas. Aber Vorsicht, nicht das ihr euer hart erspieltes Auto bei einer Wette um den Fahrzeugbrief des Verlierers verliert.
Wie man unschwer erkennen kann, wird dem Spieler mit dem Karrieremodus einiges geboten. Doch wie steuert sich das Ganze? Geht das Fahrgefühl in der Masse der Autos und Spieldauer unter?
Nein, ganz und gar nicht. Zwar kommt der zweite Teil von Juiced eher als Arcade Racer daher, als der erste, doch muss das noch lange nicht der Untergang bedeuten. Auch heute noch, in Zeiten der Pseudo-Realismus-Simulationen à la die neuesten Teile von Need for Speed, erfreuen sich leicht zu erlernende Arcade Racer großer Zuneigung. Und dazu gehört auch Juiced 2: HIN!
Schnell zu erlernen, direkt, präzise und benötigt werden, wie üblich, nur die Tasten für Gas und Nitro, für Feiglinge kommen auch noch die Tasten der Bremse und Handbremse in Betracht. Die Warmduscher unter euch dürfen bei Lust und Laune zusätzlich den Analogstick oder das Digital-Kreuz zum Lenken benutzen. Auch das Driften und die Slides um enge Kurven gehen locker von der Hand, vorausgesetzt man hat das richtige Auto dazu.
Das bisher entstandene positive Bild kann man leider nicht ganz so stehen lassen. Zum einen tragen dazu die langen Leidezeiten bei, zum anderen gibt es für die Handschaltfetischisten keine Möglichkeit, mit manueller Gangsschaltung zu fahren. Schwach… sehr schwach!!!
Außerdem ist der Karrieremodus selbst für weniger geübte Spieler ein Sparziergang, kaum echte Herausforderungen und bis auf die Dauer-Drift Wettbewerbe fast durchgehend nur anspruchslose Rennen. Eigentlich verwunderlich wenn man bedenkt, dass alle Kontrahenten innerhalb weniger Sekunden vom Jagenden zum Gejagten werden und anders rum. Waren die KI Gegner eben noch meilenweit hinter euch, kleben sie drei Kurven später wieder so dicht an eurem Heck, wie Boris Becker an einer Schokobraut.

Grafik

Grafisch befindet sich die portable Fassung wiederum auf gleicher Reifenhöhe mit der PS2 Version. „Klasse“ sieht anders aus, „Standard“ passt da schon eher. Typisch für Street Racer gibt es klischeehaltige anmutende Nachtmetropolen mit bunten Lichtern und Leuchtreklamen in American- und Japano-Style. Das Geschwindigkeitsgefühl und der Tunnelblick können voll überzeugen, auch die authentischen Autos sehen schnieke aus.

Sound

Toll, THQ ließ das komplette Spiel lokalisieren, auch in der gesprochene Sprache. Dafür vielen Dank, doch während man die Frau, die einem die neuen Rennarten beschreibt noch wirklich gut zu gebrauchen ist, hätte man sich den deutschen Kommentator komplett sparen können. Sprüche wie „Wagen sechs entscheidet sich für eine Spontanverschönerung“ oder „Wagen zwei setzt das Nitro ein“ sind schlichtweg zu einfallslos und kommen nicht mal mit einem Hauch von Emotionen daher. Für den Rhythmus im Blut gibt es eine gesunde Mischung aus Techno, Rock und Hip Hop. Der Sound der Autos ist abhängig vom Jeweiligen und können mal gar nicht und mal voll und ganz überzeugen.

Features und Besonderheiten

Die DNA Geschichte ist mit Sicherheit eine Besonderheit, die jedoch stark verbesserungswürdig ist. Doch ein guter Anfang ist es auf jeden Fall. Die Wetten sind zwar auch schon aus vorherigen Renntiteln bekannt, doch trotzdem noch längst nicht Standard.
Stattdessen des fehlenden Online Modus gibt es immerhin einen Mehrspielermodus, der es erlaubt, über Ad-Hoc mit bis zu 6 Spielern in einigen Rennmodi anzutreten. Auch über 50 Herausforderungen inklusive Team Rennen und Fahrzeugbrief-Wetten sind möglich. Dieser kleine aber feine Part hebt die PSP Version deutlich gegenüber der PS2 Version.

Fazit

Rundherum ein gut gelungener Titel, der für Hobbyrennfahrer mit Sicherheit eine Bereicherung in der Spielsammlung darstellt. Langer Spielspaß ist garantiert, mit vielen Autos, vielen Rennmodi und netten Features.

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 85%
Grafik: 75%
Sound: 79%
Features und Besonderheiten: 85%
Gesamt 81%

Jackass – The Game

Erstellt von Sarah am Januar - 23 - 2009
Informationen zum Spiel
Titel: Jackass – The Game
Publisher: CDV Software
Plattform: Playstation Portable
Genre: Spielesammlung
Release: 29.11.2007
USK: ab 18 Jahren
Online-Modus: Ja

Am 12.04.2000 wurde „Jackass“ zum ersten Mal im Fernsehen ausgestrahlt. Was nun folgte waren großartige Erfolge, aber auch bittere Tiefschläge. Die Serie handelt von wahnsinnigen Stunts, die genauso wehtun, wie sie aussehen.
Bis zur Absetzung 2002 wurden drei Staffeln produziert, zwei Kinofilme veröffentlicht und nun folgt das erste Konsolenspiel: „Jackass – The Game“.
Ob es überzeugen kann, wird euch der wahnsinnig ausführliche Test von Nexnow.de verraten. Auf geht’s!

Story

„Oh I’m Johnny Knoxville. Welcome to ‚Jackass: The Game’! Ich bin der Moderator und Produzent der verrücktesten Fernsehsendung Deutschlands, nein sogar der der ganzen Welt: ‚Jackass’.
Meine Show fängt dort an, wo andere Shows ausblenden, nämlich genau dann, wenn es weh tut. Wenn ihr denkt, ihr hättet in punkto hirnrissiger Stunts und abgeschmackter Gags schon alles gesehen, dann habt ihr euch aber mal gewaltig geirrt.
Meine Freund und ich schmeißen sich vor fahrenden Autos, springen aus Fenstern und prügeln sich in aller Öffentlichkeit im Weihnachtsmannkostüm.
Nach den großen Kinoerfolgen 2003 (Jackass: The Movie) und 2006 (Jackass: Number Two), kommen wir nun auch auf eure Playstation Portable! Mit ‚Jackass – The Game’ könnt ihr Teil unserer verrückten Pläne werden und selber spüren, wie es ist einen steilen Hang herunterzurutschen, ein Rennen mit Einkaufswagen zu veranstalten oder vom Hochhaus in Elefantenkot zu fallen.
Alles das bietet euch nämlich der ‚MTV-Handlungsmodus’, welcher in sieben Episoden unterteilt ist. Jede Episode umfasst je fünf abgedrehte Aufgaben, die erfolgreich gemeistert werden müssen. ‚Erfolgreich’ lässt sich an der errungen Medaille erkennen, welche nach jedem Stunt gegebenenfalls verliehen wird. In den ersten Aufgaben müsst ihr zum Beispiel von fünf Zielen drei meistern, um die erforderliche Bronzemedaille zu erhalten. Natürlich könnt ihr den Stunt so lange wiederholen, bis ihr alle Ziele erfolgreich geschafft habt, doch das ist euch selbst überlassen.“

Gameplay

An dieser Stelle verlasse ich Johnny Knoxville und erzähle euch persönlich, wie das Gameplay vom Spiel von Statten geht. Wie schon erwähnt, besteht eine Episode aus fünf Minispielen. Um euch ein paar Beispiele der verrückten Ideen der Entwickler zu nennen, zähle ich euch die ersten vier Aufgaben der ersten Episode auf und beschreibe diese:
• Pachinko-Klippe:
Gleich zu Anfang wird es brutal: Euer Jackass-Charakter wird einen Berg heruntergeworfen. Jetzt gilt es ihm so viele Verletzungen wie möglich zuzuführen. Abstehende Steine oder stachelige Kakteen kommen euch da gerade recht und wurden von den Entwicklern gezielt gesetzt bzw. gepflanzt. Durch die berühmte Anziehungskraft der Erde und der Masse des Jackasses wird eure Talfahrt immer rasanter und ihr könnt sogar 30-50 Meter weit fliegen.
Gesteuert wird hier mit den Schultertasten L und R. Wie schon von „LocoRoco“ bekannt, wird auch hier ein wenig die Erde gekippt, somit könnt ihr nach links oder rechts kippen und das Schicksal gezielt lenken. Vorgegebene Ziele sind „Fliege vor dem Ende 27 Meter weit“, „Erreiche das Ziel mit Verletzungen im Wert von 100.000$“, „Triff eine Matratze“, „Lande im Wasser“ (ein See befindet sich ganz am Ende des Berges) und „Erreiche in weniger als 30 Sekunden den Boden“. Wie ihr schon lest, ein ziemlich „krankes“ Spiel.
• Dachkarrenanhalter:
Bei diesem Spiel ist euer Geschick gefragt. Ihr befindet euch auf dem Dach eines Hochhauses und tretet gegen einen Kumpel im Einkaufswagen an. Aufgabe ist es, vor Ende des Dachs zu halten, aber dennoch vor eurem Kumpel. Zuerst gebt ihr mit der X-Taste Gas und beschleunigt somit euer kurioses Gefährt. Wenn ihr den richtigen Zeitpunkt für gekommen seht, bremst ihr mit der Viereckstaste ab und hofft, dass ihr auf dem Hochhaus stehen bleibt und nicht in die Tiefe fallen müsst.
Um eine Bronzemedaille zu erringen, benötigt ihr von insgesamt 5 Duellen 3 Siege, Silber gibt’s bei 4 Siegen und Gold bei 5.
• Vorort-Wakeboarden:
Beim „Vorort-Wakeboarden“ befindet ihr euch auf einem Mülltonnendeckel und werdet mittels Schnur von einem vorfahrenden Pick-Up durch einen Vorort gezogen. Während eurer teils schnellen Fahrt müsst ihr Briefkästen von den Sockeln holen, auf Zäunen sliden, Mülltonnen umhauen oder sich in ein Jackass-Wohnmobil verdrücken.
Die Steuerung ist auch hier schnell erklärt. Mit der X-Taste springt ihr, mit dem Analog-Nub oder dem Steuerkreuz lenkt ihr euren Charakter nach rechts bzw. nach links und durch die Dreieckstaste könnt ihr euch, wie in allen Minispielen, verdrücken.
• Partyjunge:
Nun ist euer Rhythmusgefühl gefordert. Ihr seid in einem Elektrofachhandel, nur in Unterhose, und müsst zur ertönenden Musik im Takt tanzen. Dies geschieht dadurch, dass am oberen Bildschirmrand Symbole angezeigt werden, welche ihr zum richtigen Zeitpunkt drücken müsst. Medaillen werden nach den vergebenen Punktzahlen vergeben.
Doch das war noch lange nicht alles. Habt ihr alle Aufgaben einer Episode mindestens mit Bronze bestanden, gelangt ihr zur nächsten. Und auch hier erwarten euch wieder neue, durchgedrehte und witzige Spiele. Doch wenn man fast alle Minispiele durchgespielt hat, kann man sagen, dass es doch teils große Qualitätsschwankungen gibt. So müsst ihr zum Beispiel bei manchen Aufgaben nur gut Zielen können, bei anderen jedoch müsst ihr ein gutes Timing und Rhythmusgefühl mitbringen, was anspruchsvoller ist.
Gefällt euch ein wahnwitziger Stunt bekommt ihr die Möglichkeit die Wiederholung auf euren Memory Stick zu speichern und später sogar der ganzen Welt, per „Hochladen“-Funktion zu präsentieren. Dazu aber mehr unter „Features und Besonderheiten“.
Alles in allem kann man sagen, dass die Minispiele, was die Steuerung betrifft, gut gelungen sind.

Grafik

Auch beim grafischen Aspekt haben die Entwickler überzeugt. So kann die Serien- und Filmumsetzung durch ausgefallene und flüssige Animationen bestechen. Zudem sind die grafischen Ressourcen fast vollkommen ausgeschöpft wurden (222MhZ-Betrieb). Eine vielseitige Landschaft rundet den guten Eindruck ab.

Sound

Wer die Sendung kennt, weiß, welchem Soundtrack einem beim Spiel blüht. Natürlich wurden auch im Konsolenabklatsch die üblichen Punk-Rock-Titel untergebracht, welche euch aus den Lautsprechern entgegen springen. Mit teils unveröffentlichten Musiktiteln, wie z.B. „drink for free“ von Virginia City Revival kann das Spiel sogar hier ein weiteres Highlight setzen.
Zu bemängeln ist wohl die fehlende deutsche Synchronisation. Zwar sind alle Menüpunkte und Beschreibungen/Untertitel auf Deutsch erhältlich (neben vier weiteren Sprachen), doch leider konnten die Entwickler dies nicht bei der Synchronisation durchziehen.

Features und Besonderheiten

Es gibt eine Menge kleiner Besonderheiten, die das Spiel zu einem guten Spiel machen. Fangen wir also gleich mal mit den enthaltenen Modi an.
Neben dem Schwerpunkt „MTV-Handlungsmodus“, befinden sich noch der „Herausforderungsmodus“, der „Multiplayer“-Modus, der „Regisseurmodus“ und die „Extras“ auf der UMD.
• Der „Herausforderungsmodus“ greift noch mal alle 35 Minispiele der sieben Episoden auf und gibt euch neue Ziele. So könnt ihr ein zweites, drittes oder x-tes Mal euer Lieblingsspiel spielen und versuchen die erheblich schwierigeren Ziele zu erfüllen.
• Der „Regisseurmodus“ gibt euch die Chance, eure künstlerische Seite von euch zeigen. Die zuvor gespeicherten Wiederholungen können hier zur Perfektion, ja, schon fast bis zum kinoreifen Hollywoodstreifen bearbeitet werden, indem man weitere Kameras hinzufügt, den Zoom bestimmt, Slowmotions einbaut. Euer Fantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Durch die „Exportier“-Funktion bieten euch sogar die Entwickler an, die Wiederholung als Film oder einfache Screenshots zu speichern. Sehr umfangreich und für Tüftler zu empfehlen!
• Im “Extras“-Modus werden euch, wie schon der Name verrät, weitere Boni geboten. Zum einen könnt ihr freigeschaltete Filme und Minispiele, wie z.B. Puppenspieler, anschauen bzw. ausprobieren. Zum anderen jedoch versteckt sich hier auch eine interessante „Herunterladen/Hochladen“-Funktion. Mit dieser könnt ihr gespeicherte und gegeben falls bearbeitete Wiederholungen, Shows oder Stunts hochladen und somit der ganzen Welt präsentieren, welche euch mittels der Vergabe von bis zu fünf Sternen bewertet.
Auf der anderen Seite bietet euch die Funktion an, Shows, Wiederholungen und Stunts anderer Mitspieler weltweit herunterzuladen und anschließend „rein zu ziehen“. Dies alles geht in Minutenschnelle. Vorraussetzung ist ein W-lan Anschluss und die damit verbundene Internetverbindung und ein kostenlos angelegtes Konto.
• Kommen wir nun zum umfangreichen “Multiplayer“-Modus von „Jackass – The Game“. Ihr könnt wählen zwischen „Ad-hoc“, also lokales Netzwerk, und „Infrastruktur“, sprich Onlinemodus. Bei beiden Varianten könnt ihr gegen Freunde bzw. Spieler aus aller Welt bei den verschiedenen Minispielen antreten. Ihr könnt sogar ganze Episoden hosten und somit einen umfangreichen Wettkampf celebrieren und den ultimativen Stuntman küren. Ein wirklich gelungener Modus.
Ebenfalls zum „Infrastruktur“-Modus gehörend, zählt die „Inhalt herunterladen“-Funktion, mit der der Publisher das Spiel auf langer Sicht attraktiv gestalten möchte, denn ihr könnt selber eine eigene „Jackass“-Folge drehen und eurem Freund zum Download anbieten. Ein ebenfalls lustige Idee.
So viel erstmal zu den Features und Besonderheiten des Spiels, welche bestimmt noch nicht alle waren, denn auch ich bin noch lange nicht mit dem Spiel durch.

Fazit

„Jackass – The Game“ ist ein wirklich gelungene Serien- bzw. Filmumsetzung. Man muss ganz klar vom „harten Eisen“ sein, um sich die halsbrecherischen Stunts ansehen zu können, sogar selbst zu vollführen. „Jackass – The Game“ ist kein Spiel für Weicheier oder Warmduscher, sondern zielt auf die hart gesottenen „Jackass“-Fans und auf Leute, die richtige Action geliefert bekommen wollen.
Die simple Steuerung, die ausgereizte Grafikpower der PSP, der typische Punk-Rock-Soundtrack und die vielen, sehr vielen Extras mach das Spiel zu einem echten Knüller, der die 50€ vollkommen gerechtfertigt. Ich bin vom „Jackass“-Fieber angesteckt wurden und kann mich nur schwer von meiner PSP trennen. Die kurzen Ladezeiten machen das Game auch auf Kurzfahrten zum Hit.
„Jackass – The Game“ ist für mich eine Kaufempfehlung, sofern man volljährig ist und Schmerzen abkann.

Vielen Dank an CDV Software für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 91%
Grafik: 87%
Sound:89%
Features und Besonderheiten: 98%
Gesamt 92%