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Jan 23

Echochrome

Informationen zum Spiel
Titel: Echochrome
Publisher: Sony
Plattform: Playstation Portable
Genre: Denkspiel
Release: 09.07.2008
USK: ab 0 Jahren
Online-Modus: Nein

Denk- und Rätselspiele gab es nach dem Erfolg von Dr. Kawashimas Gehirnjoggings wie Sand am Meer, doch kaum ein Spiel konnte an die Vorlage heran kommen. Jetzt wagt auch Sony einen Versuch den König der Denkspiele vom Thron zu stoßen.
Doch dabei setzt das japanische Studio des Spiele- und Konsolenherstellers mit Echochrome auf ein ganz anderes Konzept: Es wird das Gehirn nicht mit einfachen Rechenaufgaben gefordert, sondern es werden einem komplizierte Welten präsentiert, in denen 5 verschiedene Gesetze gelten. Doch kann Sony damit Erfolg haben und macht das Ganze denn auch Spaß? Dies und vieles mehr erfahrt ihr in unserem Test zu Echochrome.

Story

In Echochrome löst ihr Rätsel für Rätsel nacheinander oder wählt im Atelier einen bestimmten Schwierigkeitsgrad. Wenn ihr kreativ seid und grade nichts anderes zu tun habt könnt ihr euch mit einem Baukasten auch eigene Levels gestalten.
Doch Echochrome wäre ohne seine 5 Gesetze nicht Echochrome. So steuert ihr die Umgebung, aber nicht den Charakter. Dennoch könnt ihr bestimmen, wo er hinläuft. Dies könnt ihr mit Hilfe folgender 5 Gesetze, die euch gleich nach dem ersten Einlegen der UMD in eure PSP erklärt werden, machen:
1. Das Gesetz des perspektivischen Reisens: Wenn sich 2 separate Wege zu berühren scheinen, tun sie das auch.
2. Das Gesetz des perspektivischen Landens: Wenn ein Weg höher als der andere zu liegen scheint, dann ist es auch so.
3. Das Gesetz der perspektivischen Existenz: Wenn zwei Wege verbunden zu sein scheinen, auch wenn dies nicht mit bloßem Auge erkennbar ist, dann sind sie es auch.
4. Das Gesetz der perspektivischen Abwesenheit: Wenn ein Loch nicht zu sehen ist, dann existiert es auch nicht.
5. Das Gesetz des perspektivischen Springens: Wenn der Charakter hüpft, landet er auf was immer sich über ihm zu befinden scheint.
Das Atelier ist in 12 unterschiedliche Stufen beziehungsweise Schwierigkeitsgrade (A bis L) unterteilt. Jede Stufe enthält 8 Levels, allerdings kann man diese auf jeweils 3 unterschiedliche Arten lösen. In der Welt von Echochrome gibt es 3 verschiedene Levelarten:
1. Solo: Ihr steuert den Charakter durch einen Level und müsst dabei bestimmte Checkpoints passieren. Wenn ihr alle Punkte erreicht habt, müsst ihr wieder zu eurem Startpunkt zurück.
2. Paare: Ihr müsst bei dieser Levelart die gleich farbenden Charaktere zusammenführen. Danach erhalt ihr 2 graue Figuren, die ihr dann wieder zusammenführen müsst.
3. Andere: Die Levelart Andere stimmt im Prinzip mit der Levelart Solo überein. Allerdings werden hier schwarze Gegner in den Levels platziert, denen ihr ausweichen müsst. Wenn ihr mit einem dieser Gegner zusammenstoßt, startet ihr am letzten Checkpoint, den ihr passiert habt.
Während die Rätsel bei den ersten vier bis fünf Stufen noch recht einfach zu lösen sind, wird das Spiel langsam anspruchsvoller. Wer die 5 Gesetze von Echochrome nicht kennt, wird schnell verzweifeln.
Wer keine Lust auf Levels eines bestimmten Schwierigkeitsgrades hat, wählt den Modus Freispiel. Hier bekommt ihr eine Viertelstunde lang Zeit, um so viele Levels wie möglich zu lösen. Dabei ist die Art des Levels variierend.

Gameplay

Echochrome an sich ist überhaupt nicht kompliziert: Eine Figur startet an einem bestimmten Punkt in einem Level, muss bestimmte Checkpoints/Figuren erreichen, und anschließend wieder zum Startpunkt bzw. sich erneut mit der gleichfarbigen Figur vereinen. Das Verbinden der Ansicht mit den fünf Gesetzen der Welt von Echochrome ist so ziemlich das Anspruchvollste an dem gesamten Spiel. Wer die 5 Gesetze allerdings einmal verstanden hat, wird schnell den Dreh raus haben und leicht mit dem Spiel zu recht kommen.
Eine Besonderheit an dem Spiel sind die Löcher und Springfelder. Wenn eure Figur ein Loch zuläuft und dieses dann erreicht, fällt sie durch das Loch auf die Ebene, die über ihr zu sein scheint. Deswegen könnt ihr euch durch drehen der Perspektive zum Beispiel auch auf höhere Ebenen begeben, die eigentlich unerreichbar scheinen. Wenn euer Charakter auf ein Springfeld gerät, landet er immer auf dem, was unter ihm zu sein scheint. Durch das Drehen der Umgebung könnt ihr auf verschiedene Ebenen springen. Beim Springen und Fallen nutzt ihr das Gesetz des perspektivischen Springens und das Gesetz des perspektivischen Landens.
Das einfachste der 5 Gesetze ist das Gesetz der perspektivischen Existenz. Wenn ihr einen Weg aus 2 verschiedenen Ebenen seht, ist dieser auch vorhanden und eure Figur kann darüber laufen. Solltet ihr allerdings, wenn der Charakter gerade über die Schnittstelle läuft, die Perspektive drehen, fällt dieser ins Nichts und ihr müsst vom letzten Checkpoint neu beginnen.
Doch wer denkt, dass das Spiel durch die triste Grafik schnell langweilig wirrt, irrt sich. Echochrome hat einen enorm hohen Suchtfaktor und packt schon nach Zwei bis Drei Levels einfach jeden. Wenn ihr im Atelier einen Buchstaben beginnt, wollt ihr unbedingt alle Levels dieses Buchstabens meistern. Dadurch werdet ihr pro Buchstaben mindestens ein bis zwei Stunden brauchen.

Grafik

Wie gerade eben schon erwähnt, ist die Grafik von Echochrome ziemlich simpel gehalten. Die Levels sind komplett schwarz-weiß und einen Spritzer Farbe sucht man im gesamten Spiel vergebens. Dafür sind die Dinge die vorhanden sind sehr schön modelliert. Die Figur an sich läuft geschmeidig und auch die Proportionen des weißen, texturlosen Männchens stimmen. Die Figuren sehen aus wie kleine, geschnitzte Holzpuppen ohne Gesicht.
Farbe würde dem Spiel meiner Meinung nach überhaupt nicht gut tun, denn, wenn das Spiel farbiger wäre, könnte man die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Ebenen nicht mehr so gut erkennen.
Die Menüs des Spiels sind übersichtlich und auch sehr ordentlich gestaltet. Im Hauptmenü werden euch Wiederholungen eurer zuletzt gelösten Levels gezeigt und am linken Bildschirmrand befindet sich das Menü. Während den relativ kurzen Ladezeiten könnt ihr ein fallendes Männchen, das mit den Armen rudert betrachten. Auch hier erkennt man die Liebe im Detail.

Sound

Echochrome wird durch klassische Musik untermalt. Dies fördert das angestrengt Denken und beruhigt ein bisschen. Wer nachts nicht einschlafen kann, sollte sich Echochrome unbedingt einmal anschauen. Denn schon nach einer Viertelstunde merkt man, dass das Gehirn sich anstrengen muss und man wird langsam müde. Während des Spiels könnt ihr, neben der Musik, die Schritte des Charakters hören und ab und zu, wenn dieser durch ein Loch fällt oder auf ein Springfeld tritt, hört ihr für jeweils charakteristische Geräusche.
Auch im Menü könnt ihr den sanften, klassischen Melodien lauschen.

Features und Besonderheiten

Wer nach dem ersten Einlegen das Tutorial verschläft oder an leichter Amnesie leidet, kann dieses jederzeit in den Optionen wiederholen. Dort könnt ihr auch die Mitwirkenden anschauen.
Das interessanteste Extra ist meiner Meinung nach aber der Leveleditor. Hier werden euch Bausteine gegeben und ihr könnt euch daraus eueren eigenen Wunschlevel basteln. Wer also gerne kreativ am Werke ist, sollte sich Echochrome zumindest einmal anschauen.
Eure Lieblingslevels könnt ihr aus den einzigen Schwierigkeitsgraden im Atelier auch in eure eigenen Mappen kopieren. So könnt ihr eure eigenen Kurse, wie die Schwierigkeitsgrade in Echochrome genannt werden, erstellen.

Fazit

Echochrome aus dem Hause Sony ist auf jeden Fall ein gutes Rätselspiel. Es ist sehr packend und fordert wirklich jedes Gehirn. Meiner Meinung nach sollte sich jeder mindestens einen Trailer zum Spiel anschauen. Wer keine PSP besitzt, kann sich das Spiel auch für PS3 im Playstation Store für einen kleinen Preis von 9,99€ kaufen. Dort gibt es auch eine PSP Downloadversion für 7,99€. Wer also gerade ein bisschen Kleingeld übrig hat und gerne knobelt, sollte sich das Spiel unbedingt kaufen.

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

ameplay: 85%
Grafik: 83%
Sound: 84%
Features und Besonderheiten: 85%
Gesamt 84%

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