| Informationen zum Spiel | |
|---|---|
| Titel: | Jackass – The Game |
| Publisher: | CDV Software |
| Plattform: | Playstation Portable |
| Genre: | Spielesammlung |
| Release: | 29.11.2007 |
| USK: | ab 18 Jahren |
| Online-Modus: | Ja |
Am 12.04.2000 wurde „Jackass“ zum ersten Mal im Fernsehen ausgestrahlt. Was nun folgte waren großartige Erfolge, aber auch bittere Tiefschläge. Die Serie handelt von wahnsinnigen Stunts, die genauso wehtun, wie sie aussehen.
Bis zur Absetzung 2002 wurden drei Staffeln produziert, zwei Kinofilme veröffentlicht und nun folgt das erste Konsolenspiel: „Jackass – The Game“.
Ob es überzeugen kann, wird euch der wahnsinnig ausführliche Test von Nexnow.de verraten. Auf geht’s!
Story
„Oh I’m Johnny Knoxville. Welcome to ‚Jackass: The Game’! Ich bin der Moderator und Produzent der verrücktesten Fernsehsendung Deutschlands, nein sogar der der ganzen Welt: ‚Jackass’.
Meine Show fängt dort an, wo andere Shows ausblenden, nämlich genau dann, wenn es weh tut. Wenn ihr denkt, ihr hättet in punkto hirnrissiger Stunts und abgeschmackter Gags schon alles gesehen, dann habt ihr euch aber mal gewaltig geirrt.
Meine Freund und ich schmeißen sich vor fahrenden Autos, springen aus Fenstern und prügeln sich in aller Öffentlichkeit im Weihnachtsmannkostüm.
Nach den großen Kinoerfolgen 2003 (Jackass: The Movie) und 2006 (Jackass: Number Two), kommen wir nun auch auf eure Playstation Portable! Mit ‚Jackass – The Game’ könnt ihr Teil unserer verrückten Pläne werden und selber spüren, wie es ist einen steilen Hang herunterzurutschen, ein Rennen mit Einkaufswagen zu veranstalten oder vom Hochhaus in Elefantenkot zu fallen.
Alles das bietet euch nämlich der ‚MTV-Handlungsmodus’, welcher in sieben Episoden unterteilt ist. Jede Episode umfasst je fünf abgedrehte Aufgaben, die erfolgreich gemeistert werden müssen. ‚Erfolgreich’ lässt sich an der errungen Medaille erkennen, welche nach jedem Stunt gegebenenfalls verliehen wird. In den ersten Aufgaben müsst ihr zum Beispiel von fünf Zielen drei meistern, um die erforderliche Bronzemedaille zu erhalten. Natürlich könnt ihr den Stunt so lange wiederholen, bis ihr alle Ziele erfolgreich geschafft habt, doch das ist euch selbst überlassen.“
Gameplay
An dieser Stelle verlasse ich Johnny Knoxville und erzähle euch persönlich, wie das Gameplay vom Spiel von Statten geht. Wie schon erwähnt, besteht eine Episode aus fünf Minispielen. Um euch ein paar Beispiele der verrückten Ideen der Entwickler zu nennen, zähle ich euch die ersten vier Aufgaben der ersten Episode auf und beschreibe diese:
• Pachinko-Klippe:
Gleich zu Anfang wird es brutal: Euer Jackass-Charakter wird einen Berg heruntergeworfen. Jetzt gilt es ihm so viele Verletzungen wie möglich zuzuführen. Abstehende Steine oder stachelige Kakteen kommen euch da gerade recht und wurden von den Entwicklern gezielt gesetzt bzw. gepflanzt. Durch die berühmte Anziehungskraft der Erde und der Masse des Jackasses wird eure Talfahrt immer rasanter und ihr könnt sogar 30-50 Meter weit fliegen.
Gesteuert wird hier mit den Schultertasten L und R. Wie schon von „LocoRoco“ bekannt, wird auch hier ein wenig die Erde gekippt, somit könnt ihr nach links oder rechts kippen und das Schicksal gezielt lenken. Vorgegebene Ziele sind „Fliege vor dem Ende 27 Meter weit“, „Erreiche das Ziel mit Verletzungen im Wert von 100.000$“, „Triff eine Matratze“, „Lande im Wasser“ (ein See befindet sich ganz am Ende des Berges) und „Erreiche in weniger als 30 Sekunden den Boden“. Wie ihr schon lest, ein ziemlich „krankes“ Spiel.
• Dachkarrenanhalter:
Bei diesem Spiel ist euer Geschick gefragt. Ihr befindet euch auf dem Dach eines Hochhauses und tretet gegen einen Kumpel im Einkaufswagen an. Aufgabe ist es, vor Ende des Dachs zu halten, aber dennoch vor eurem Kumpel. Zuerst gebt ihr mit der X-Taste Gas und beschleunigt somit euer kurioses Gefährt. Wenn ihr den richtigen Zeitpunkt für gekommen seht, bremst ihr mit der Viereckstaste ab und hofft, dass ihr auf dem Hochhaus stehen bleibt und nicht in die Tiefe fallen müsst.
Um eine Bronzemedaille zu erringen, benötigt ihr von insgesamt 5 Duellen 3 Siege, Silber gibt’s bei 4 Siegen und Gold bei 5.
• Vorort-Wakeboarden:
Beim „Vorort-Wakeboarden“ befindet ihr euch auf einem Mülltonnendeckel und werdet mittels Schnur von einem vorfahrenden Pick-Up durch einen Vorort gezogen. Während eurer teils schnellen Fahrt müsst ihr Briefkästen von den Sockeln holen, auf Zäunen sliden, Mülltonnen umhauen oder sich in ein Jackass-Wohnmobil verdrücken.
Die Steuerung ist auch hier schnell erklärt. Mit der X-Taste springt ihr, mit dem Analog-Nub oder dem Steuerkreuz lenkt ihr euren Charakter nach rechts bzw. nach links und durch die Dreieckstaste könnt ihr euch, wie in allen Minispielen, verdrücken.
• Partyjunge:
Nun ist euer Rhythmusgefühl gefordert. Ihr seid in einem Elektrofachhandel, nur in Unterhose, und müsst zur ertönenden Musik im Takt tanzen. Dies geschieht dadurch, dass am oberen Bildschirmrand Symbole angezeigt werden, welche ihr zum richtigen Zeitpunkt drücken müsst. Medaillen werden nach den vergebenen Punktzahlen vergeben.
Doch das war noch lange nicht alles. Habt ihr alle Aufgaben einer Episode mindestens mit Bronze bestanden, gelangt ihr zur nächsten. Und auch hier erwarten euch wieder neue, durchgedrehte und witzige Spiele. Doch wenn man fast alle Minispiele durchgespielt hat, kann man sagen, dass es doch teils große Qualitätsschwankungen gibt. So müsst ihr zum Beispiel bei manchen Aufgaben nur gut Zielen können, bei anderen jedoch müsst ihr ein gutes Timing und Rhythmusgefühl mitbringen, was anspruchsvoller ist.
Gefällt euch ein wahnwitziger Stunt bekommt ihr die Möglichkeit die Wiederholung auf euren Memory Stick zu speichern und später sogar der ganzen Welt, per „Hochladen“-Funktion zu präsentieren. Dazu aber mehr unter „Features und Besonderheiten“.
Alles in allem kann man sagen, dass die Minispiele, was die Steuerung betrifft, gut gelungen sind.
Grafik
Auch beim grafischen Aspekt haben die Entwickler überzeugt. So kann die Serien- und Filmumsetzung durch ausgefallene und flüssige Animationen bestechen. Zudem sind die grafischen Ressourcen fast vollkommen ausgeschöpft wurden (222MhZ-Betrieb). Eine vielseitige Landschaft rundet den guten Eindruck ab.
Sound
Wer die Sendung kennt, weiß, welchem Soundtrack einem beim Spiel blüht. Natürlich wurden auch im Konsolenabklatsch die üblichen Punk-Rock-Titel untergebracht, welche euch aus den Lautsprechern entgegen springen. Mit teils unveröffentlichten Musiktiteln, wie z.B. „drink for free“ von Virginia City Revival kann das Spiel sogar hier ein weiteres Highlight setzen.
Zu bemängeln ist wohl die fehlende deutsche Synchronisation. Zwar sind alle Menüpunkte und Beschreibungen/Untertitel auf Deutsch erhältlich (neben vier weiteren Sprachen), doch leider konnten die Entwickler dies nicht bei der Synchronisation durchziehen.
Features und Besonderheiten
Es gibt eine Menge kleiner Besonderheiten, die das Spiel zu einem guten Spiel machen. Fangen wir also gleich mal mit den enthaltenen Modi an.
Neben dem Schwerpunkt „MTV-Handlungsmodus“, befinden sich noch der „Herausforderungsmodus“, der „Multiplayer“-Modus, der „Regisseurmodus“ und die „Extras“ auf der UMD.
• Der „Herausforderungsmodus“ greift noch mal alle 35 Minispiele der sieben Episoden auf und gibt euch neue Ziele. So könnt ihr ein zweites, drittes oder x-tes Mal euer Lieblingsspiel spielen und versuchen die erheblich schwierigeren Ziele zu erfüllen.
• Der „Regisseurmodus“ gibt euch die Chance, eure künstlerische Seite von euch zeigen. Die zuvor gespeicherten Wiederholungen können hier zur Perfektion, ja, schon fast bis zum kinoreifen Hollywoodstreifen bearbeitet werden, indem man weitere Kameras hinzufügt, den Zoom bestimmt, Slowmotions einbaut. Euer Fantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Durch die „Exportier“-Funktion bieten euch sogar die Entwickler an, die Wiederholung als Film oder einfache Screenshots zu speichern. Sehr umfangreich und für Tüftler zu empfehlen!
• Im “Extras“-Modus werden euch, wie schon der Name verrät, weitere Boni geboten. Zum einen könnt ihr freigeschaltete Filme und Minispiele, wie z.B. Puppenspieler, anschauen bzw. ausprobieren. Zum anderen jedoch versteckt sich hier auch eine interessante „Herunterladen/Hochladen“-Funktion. Mit dieser könnt ihr gespeicherte und gegeben falls bearbeitete Wiederholungen, Shows oder Stunts hochladen und somit der ganzen Welt präsentieren, welche euch mittels der Vergabe von bis zu fünf Sternen bewertet.
Auf der anderen Seite bietet euch die Funktion an, Shows, Wiederholungen und Stunts anderer Mitspieler weltweit herunterzuladen und anschließend „rein zu ziehen“. Dies alles geht in Minutenschnelle. Vorraussetzung ist ein W-lan Anschluss und die damit verbundene Internetverbindung und ein kostenlos angelegtes Konto.
• Kommen wir nun zum umfangreichen “Multiplayer“-Modus von „Jackass – The Game“. Ihr könnt wählen zwischen „Ad-hoc“, also lokales Netzwerk, und „Infrastruktur“, sprich Onlinemodus. Bei beiden Varianten könnt ihr gegen Freunde bzw. Spieler aus aller Welt bei den verschiedenen Minispielen antreten. Ihr könnt sogar ganze Episoden hosten und somit einen umfangreichen Wettkampf celebrieren und den ultimativen Stuntman küren. Ein wirklich gelungener Modus.
Ebenfalls zum „Infrastruktur“-Modus gehörend, zählt die „Inhalt herunterladen“-Funktion, mit der der Publisher das Spiel auf langer Sicht attraktiv gestalten möchte, denn ihr könnt selber eine eigene „Jackass“-Folge drehen und eurem Freund zum Download anbieten. Ein ebenfalls lustige Idee.
So viel erstmal zu den Features und Besonderheiten des Spiels, welche bestimmt noch nicht alle waren, denn auch ich bin noch lange nicht mit dem Spiel durch.
Fazit
„Jackass – The Game“ ist ein wirklich gelungene Serien- bzw. Filmumsetzung. Man muss ganz klar vom „harten Eisen“ sein, um sich die halsbrecherischen Stunts ansehen zu können, sogar selbst zu vollführen. „Jackass – The Game“ ist kein Spiel für Weicheier oder Warmduscher, sondern zielt auf die hart gesottenen „Jackass“-Fans und auf Leute, die richtige Action geliefert bekommen wollen.
Die simple Steuerung, die ausgereizte Grafikpower der PSP, der typische Punk-Rock-Soundtrack und die vielen, sehr vielen Extras mach das Spiel zu einem echten Knüller, der die 50€ vollkommen gerechtfertigt. Ich bin vom „Jackass“-Fieber angesteckt wurden und kann mich nur schwer von meiner PSP trennen. Die kurzen Ladezeiten machen das Game auch auf Kurzfahrten zum Hit.
„Jackass – The Game“ ist für mich eine Kaufempfehlung, sofern man volljährig ist und Schmerzen abkann.
Vielen Dank an CDV Software für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!
Bewertung
Gameplay: 91%
Grafik: 87%
Sound:89%
Features und Besonderheiten: 98%
Gesamt 92%
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