| Informationen zum Spiel | |
|---|---|
| Titel: | Juiced Eliminator |
| Publisher: | THQ |
| Plattform: | Playstation Portable |
| Genre: | Rennspiel |
| Release: | 21.07.2006 |
| USK: | ab 0 Jahren |
| Online-Modus: | Nein |
Rennspiele gibt es viele. Die meisten sind echte Kracher, manche eher beschränkt spaßig und andere einfach ein Fall für die Tonne. Die meisten Rennspiele auf dem Markt gehören zur zweiten Kategorie, nur einige wenige sind wirklich gut. Wirklich schlechte Rennspiele sind zum Glück selten. So viel kann man bei einem Rennspiel nicht falsch machen. Eine gute Steuerung und durchdachtes Gameplay, eine halbwegs gute Grafik und ein passender Sound mit guten und passenden Soundeffekten und schon steht einem potenziellen Kracher fast nichts mehr im Wege. THQ bringt mit Juiced Eliminator ein weiteres Rennspiel an die Front, welches sich mit neuen Features an der Spitze behaupten will. Ob der Wille stark genug ist und wer am Ende eliminiert wird, erfahrt ihr in unserem Test.
Story
Die Story ist, wie bei jedem gängigen Rennspiel nichts, was nicht schon mal so oder so ähnlich da gewesen ist. Ihr kommt in eine Stadt, die von illegalen Straßenrennen regiert wird. Ihr kauft euch eine Karre, motzt sie auf und kämpft euch bis an die Spitze. Dabei begleiten euch zahlreichen Nebenpersonen, hier eine attraktive, junge Frau, wie es in Street Racern jetzt schon fast Tradition geworden ist. Eine kleine Neuerung ist eine Crew, also eine Gruppe von Fahrern, die ihr aus Rasern zusammenstellen könnt, die sich euch anschließen. Über ein Handy, dessen Model ihr euch am Anfang aussuchen dürft (Eins ist schöner als das Andere..), bekommt ihr Nachrichten, Informationen und Tipps, jedoch sehr unregelmäßig. Bei den etwas unübersichtlichen Menüs versteht man am Anfang erst mal gar nicht, was überhaupt Sache ist. Ein kleiner Einweisungsfilm, auch Tutorial genannt, hätte da Wunder gewirkt. Kommt man halbwegs mit allem zurecht kann man losfahren um Ruhm, Reichtum und Ehre zu erlangen. Letzteres spielt zu erst einmal eine wichtige Rolle, denn mit dem erspieltem Geld kann man neue Autos kaufen, sein eigene Karre tunen, optisch sowie leistungstechnisch. Neben den Summen für den Gewinner eines „Events“ kann man noch mit den teilnehmenden Fahrern Wetten abschließen, was auf jeden Fall ein interessantes Feature ist. Doch auch Ehre ist nicht unwichtig. In Form eines Respektbalkens. Je mehr Gegner ihr besiegt, je mehr Respekt genießt ihr in und um eurer Crew. Das schaltet gewisse Rennevents frei und lässt eure Crewmitglieder nach eurer Pfeife tanzen. Die übernehmen dann sogar mal ganze Rennen für euch. Die Renntypen sind teilweise die alten Bekannten: Neben den normalen Rundkursrennen, KO Rennen und Zeitrennen gilt es Trickrennen zu gewinnen. Ihr müsst in einer bestimmten Zeit soviel Tricks wie möglich zeigen. Eure Konkurrenten geben euch zeitweise Tipps und bissige Bemerkungen mit auf den Weg, die hübsch in kleinen Videosequenzen präsentiert werden. Habt ihr ein Crew zusammen, bekommt ihr auch regelmäßig Herausforderungen von feindlichen Crews.
Gameplay
Die Steuerung in Juiced Eliminator ist katastrophal: Völlig unsensibel und verspätet regiert euer Wagen und es gelingt nur mit Mühe den Wagen zwischen den Absperrungen zu halten. Juiced Eliminator hat ebenfalls ein Schadensmodell. Küsst ihr ein paar Mal die Absperrungen müsst ihr nach und nach Abstriche machen: Zuerst fällt nur die Neonbeleuchtung weg, doch dann leckt schon das Nitro, und das ist schon ein ganz gewaltiger Nachteil. Und wenn dann der Turbo versagt müsstet ihr eh schon ganz hinten liegen. Das Schadensmodell ist Geschmackssache und gefällt nicht jedem. Ich muss sagen, das ich auch ohne gut zu Recht gekommen wäre. Die Fahrphysik ist ein weiteres Sorgenkind. Neben der steifen Steuerung agiert der Wagen auch noch sehr unrealistisch. So hart es klingt, aber wirklich Spaß konnte bei der schwammigen Steuerung und der schlechten Fahrphysik nicht aufkommen.
Grafik
THQ hatte im Vorfeld zu Juiced Eliminator gesagt, man habe eine optisch reduzierte Grafik, um das Spiel flüssig zu halten und keine großen Ladezeiten riskieren zu müssen. Wer jetzt denkt: Na ja, mit den paar Pixel mehr oder weniger kann ich leben und kurze Ladezeiten wollt ich schon immer, der geht mit einer etwas falschen Einstellung ins Spiel. Kurzer Vergleich: WWE Smackdown vs Raw 2006 (Test im PS Pro Mag 06/06) hatte unglaubliche 10 bis 20 Sekunden Ladezeit. Positiv: THQ hatte diese Mängel erkannt und mit etwas Feature und Grafik Einbussen die Ladezeiten beim aktuellen Nachfolger WWE Smackdown vs Raw 2007 (Test im aktuellen Magazin) in erträgliche Regionen geschafft. Zwar versucht THQ hier anscheinend das Gleiche, doch das Ganze geht etwas den Bach runter: Die Ladezeiten sind immer noch viel zu lang und dass, was man dann dafür geboten bekommt, rechtfertigt die Ladezeiten nicht. Eher mittelmäßige Grafik und teilweise Bugs. Die Umgebung ist verwaschen und undetailliert, Wettereffekte gibt es praktisch nicht und auch der typische „Verschleierungseffekt“, der die hohe Geschwindigkeit simulieren soll, entsteht viel zu abrupt und lässt keine gute Rennatmosphäre aufkommen. Die Tuningabteilung ist dafür etwas besser gelungen: Über 100 verschiedene Teile lassen eine völlig individuelle Gestaltung des eigenen Wagens zu. Die Optik stimmt hier auch: Die typische Pimp-My-Ride-Atmosphäre ist auf jeden Fall da.
Sound
Hier ist das Spiel auch wieder nur halbwegs auf der richtigen Spur. Der Soundtrack mit fetzigen Rock-Pop und bekannten Interpreten und Hits passt perfekt zu dem Street Racer Thema und ist gut gewählt worden. Die Soundeffekte wieder rum weniger gut ausgefallen. Während des Rennens gibt euer Wagen Geräusche von sich, das man meinen könnte, man hätte eine Katze unter die Räder bekommen. Sprachausgabe bei den Sequenzen und Telefonaten ist vorhanden, jedoch bekommt ihr Selbige nur selten zu hören oder zu sehen.
Features und Besonderheiten
Der Umfang von Juiced Eliminator, vor allem in Tuning Bereich, ist beeindruckend. Ihr habt viele Möglichkeiten eueren Wagen zu tunen und optisch aufzuwerten.
Der Multiplayer Part ist recht ausgefallen, so sorgen doch Crew-Events, also Rennen im Team, für eindeutigen Spielspaß, sofern man drei andere Leute findet, die mit der Steuerung zu Recht kommen und.. das Spiel besitzen.
Fazit
Zu welcher der drei oben genannten Typen Juiced Eliminator nun gehört, will ich nicht verraten, aber eins ist klar: Es gibt bessere Vertreter des Genres. Zwar hat das Spiel viele, neue Ideen und einen gewaltigen Umfang, doch sind sie teilweise einfach nicht so gut umgesetzt. Vor allem die Grafik und dazu noch die gewaltigen Ladezeiten vermiesen den Spielspaß gewaltig. Hat man jedoch alle gängigen Street Racer bereits durchgespielt und einfach Lust auf neue Features und Ideen hat, der kann Juiced Eliminator ruhig einmal anspielen.
Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!
Bewertung
Gameplay: 77%
Grafik: 76%
Sound: 74%
Features und Besonderheiten: 84%
Gesamt 77%
Ähnliche Artikel:
- Juiced 2: Hot Import Nights Informationen zum Spiel Titel: Juiced 2: HotImport Nights Publisher: THQ...
- Juiced 2: Hot Import Nights Informationen zum Spiel Titel: Juiced 2: Hot Import Nights Publisher:...
- Yu-Gi-Oh! GX Tag Force 3 Titel: Yu-Gi-Oh! GX Tag Force 3 Publisher: Konami Plattform: Playstation...
- Need for Speed: Shift Einst eine Legende, so hat die „Need for Speed“- Reihe...
- The King of Fighters Collection: The Orochi Saga Schon lange ist es her, dass „The King of Fighters“...
- Die Sims 2 – Haustiere Informationen zum Spiel Titel: Die Sims 2 – Haustiere Publisher:...
- WWE Smackdown vs. RAW 2006 Informationen zum Spiel Titel: WWE Smackdown vs. RAW 2006 Publisher:...
- Tornado Outbreak Wer wollte nicht immer schon einmal als Tornado alles zerstören?...