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Jan
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Medal of Honor: Heroes 2

Informationen zum Spiel
Titel: Medal of Honor: Heroes 2
Publisher: Electronic Arts
Plattform: Playstation Portable
Genre: First-Person-Shooter
Release: 29.11.2007
USK: ab 18 Jahren
Online-Modus: Ja

Ego-Shooter waren auf der PSP anfangs ziemlich spärlich vertreten. Klar, ist das Hauptjagdgebiet doch schon eh und je die PC-Plattform. Dies wird es mit Sicherheit auch noch eine ganze Weile bleiben. Hauptgrund dafür ist die Steuerung, weshalb man sich auf der PSP auch des Öfteren für eine Third-Person Ansicht von hinten oder schräg hinten einigt. Mit dem dazu gehörigen Auto-Aiming kann man diese jedoch eher in die Kategorie Taktik-Shooter einordnen. Doch mit der Zeit erblicken immer mehr echte Ego-Shooter das Licht der Handheld-Welt. So auch “Medal of Honor: Heroes 2″, welches fast zeitgleich auch für die Nintendo Wii erschienen ist.

Story

Wie gewöhnlich hat man einen bestimmten Faden von A nach B zu verfolgen und bekommt immer zwischen den neuen Missionen ein kleines Video zu sehen, in dem euer Vorgesetzter euch ein paar Details erklärt. Insgesamt sind es sieben Missionen, die in einem Hafen, in einer Stadt oder auch in einem Kloster stattfinden. Alle Level sind groß ausgefallen und bieten eine Menge zu erledigenden Nebenmissionen, die man selbst herausfinden muss. So bietet sich es beispielsweise an, jeden verschlossenen Tresor mit einer Granate zu zersprengen, oder jede fest installierte Waffe zu nutzen, um zu schauen, ob man nicht dem eigenen Trupp Deckung geben könnte. Die Story, die leider völlig in den Hintergrund gestellt wird, spielt sich im Zweiten Weltkrieg ab.

Gameplay

Die handvoll Männer, die euch in jeder Mission begleiten, geben euch stets Rückendeckung und agieren meist im Sinne eurer Sicherheit. Sterben können sie sowieso nicht, also reicht es manchmal aus, sie eure eigentliche Arbeit erledigen zu lassen und sich selbst auf den Weg hinter dem nächsten Stapel Kisten zu machen. So kämpft man sich dauernd von Deckung zu Deckung vor, eliminiert die dort wartenden Soldaten und geht weiter zum nächsten Punkt. So bleibt einem kaum Freiheit und der Realismus sinkt gen Null. Auch in den manchmal auftretenden Blackouts eurer Unterstützung. In Ausnahmefällen seid ihr nämlich beim Sichern eines Gebiets ganz auf euch allein gestellt und die eigenen Kollegen scheinen es geradezu genießen, euch mitten im Gefecht gegen schier unendlich vielen schießenden Soldaten zu sehen.
Diese reagieren im Schusswechsel recht intelligent und verstecken sich unter Beschuss häufig hinter einer Deckung, um nur darauf zu warten, bis man selbst nachladen muss. Wirft man jedoch eine Granate hinter die Deckung, scheinen die Gegner eingefroren zu sein und verweilen die letzten Sekunden ihres Lebens mucksmäuschenstill neben der tickenden Granate.
Bei der Steuerung bleiben euch massig Freiheiten. Einige verschiedene Settings stehen zur Auswahl und so hat jeder Spieler bestimmt seine favorisierte Einstellung. Mit der Standardeinstellung läuft man mit dem Analog-Hub nach vorn und zurück und lenkt mit der Kreis und der Quadrat Taste. Die Schritte nach rechts und nach links tätigt man ebenfalls mit dem Analog-Hub. Für PC-Gamer wird die Steuerung, bei der man mit dem Analog-Hub lenkt und mit den vier Standard-Tasten (Dreieck, Quadrat, Kreis, Kreuz) in den jeweilige Richtung lenkt, besser geeignet sein.
Insgesamt gibt es vier bestimmte Settings und hören auf die Namen Elite, Kommando, Pfadfinder und Scharfschütze. Nett, aber nur ein kleines Schmankerl. Viel nützlicher sind die Statistiken, in denen dem Spieler des Profils Medaillen verliehen werden, wenn sie beispielsweise eine Mission überstanden haben, ohne gefallen zu sein. Weitere Medaillen gibt es beispielsweise beim Töten einer bestimmten Anzahl von Soldaten mit einer speziellen Waffe und vielen weiteren Aufgaben. Eine ausgereifte Statistik, aus denen man lesen kann, wie viel Schüsse man mit einer Waffe getätigt hat und wie viele Gegner man damit eliminiert hat. Des Weiteren ist einzusehen, wo die Schüsse landeten. Im Kopf, im Torso, rechter Arm, linker Arm und so weiter. Auch Ränge werden vergeben, die von Private bis Captain langen.

Grafik

Optisch gehört MoHH 2 zur Elite der für die PSP erhältlichen Ego-Shooter. Realistisch anmutende Soldaten, detailreiche Uniformen und eine gut durchdachter Levelaufbau können auf dem kleinen Handheld mit enormer Weitsicht und ohne Slowdowns völlig überzeugen. Die Bewegungen und Effekte hinterlassen einen authentischen Eindruck und lassen daran glauben, sich mitten im Kampfgeschehen zu befinden.

Sound

Das Potenzial der PSP wurde beim Sound rigoros ausgenutzt. Passend zu den jeweiligen Situationen kommt ein authentisches Hintergrundgeräusch und die Waffen hören sich auch sehr realistisch an. Sei es beim Nachladen, beim Schießen oder beim Echo, das eure Ohren verwöhnt. Die deutsche Sprachausgabe wurde ebenfalls optimal umgesetzt und auch hier hört man zu den diversen Szenen immer passende Sätze des eigenen oder des gegnerischen Trupps.

Features und Besonderheiten

Hat man den Offline-Modus durchgespielt und das bestenfalls unter allen drei Schwierigkeitsgraden, vielleicht sogar noch alle erhältlichen Ränge und Auszeichnungen ergattert, sinkt die Motivation rapide. Das ist normal, doch soll es bei MoHH 2 nicht so passieren. Die Freaks unter den PSP Jüngern können sich via Infastruktur online gegen Gleichgesinnte aus aller Welt messen. Der dritte Weltkrieg bekommt somit doch eine völlig neue Bedeutung.
Bis zu 32 Spieler können in verschiedenen Arten gegeneinander antreten. Sei es ein Match, in dem sich zwei Teams duellieren, ein Flag Match oder ein simples Deathmatch, in dem jeder und alles euer Feind ist. Erstellt man in der Lobby selbst ein Spiel, kann man zusätzlich zu der Matchart noch einige weitere Sachen einstellen.
• Soll es eine Zielhilfe geben?
• Autobalance an oder aus?
• Mit oder ohne Teambeschuss?
• Soll das Match für die EA Rangliste zählen?
• Rauswurf bei Teambeschuss?
• Anzahl der Runden?
• Rundenzeit?
• Score Limit?
• Welche Waffen sind erlaubt?
• Wie viele Spieler?
• Soll es ein Passwortschutz geben?
Und natürlich hat man eine Auswahl aller vorhandenen Maps. Für die Kommunikation kann man zum einen im Spiel mit anderen Usern chatten oder einfache Befehle ausrufen und zum anderen gibt es außerhalb des Spiels mittels des EA Messengers die Möglichkeit eine Freundesliste zu führen und so stets mit ihnen in Kontakt zu bleiben, um beispielsweise einen Zeitpunkt für das nächste Spiel auszumachen.
Auch recht interessant ist die EA Rangliste, in der man sich neben den Namen und dem Rang zudem noch eine umfangreiche Statistik inklusive Treffsicherheit, Lieblingswaffe und Lieblingskarte des jeweiligen Spielers anschauen kann.
Im Allgemeinen ist der Onlinemodus somit recht voluminös und von der Qualität äußerst hochwertig ausgefallen. Einziges Manko … den Ping kann man leider nie einsehen, weshalb man oft raten muss, wohin man zielen muss.

Fazit

Sieben Missionen sind nicht gerade die Welt. Doch da diese sieben Missionen ziemlich große Szenarien bieten und von der Spieldauer nicht zu verachten sind, geht die kleine Anzahl schon in Ordnung. Zudem sorgt für die Motivation noch die interessante Statistik, in denen man am liebsten alle Auszeichnungen erhalten möchte. Trotz alledem wäre dieses Spiel ohne den fesselnden Online-Modus nur halb so viel wert. Zusammen mit der schönen Optik und dem glasklaren Sound bleibt ein solider Vertreter dieses Genres, der all den Kritikern zeigt, dass man auch auf der PSP mit großem Spaß in den virtuellen Krieg ziehen darf.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 76%
Grafik: 89%
Sound: 87%
Features und Besonderheiten: 94%
Gesamt 84%

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