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Apr 07

Special: Nintendo DSi

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„Schon wieder eine neue Handheld-Konsole von Nintendo?!“ wird sich so manch Einer fragen. Diese Frage ist auch gar nicht so unberechtigt, wenn man sich die bisherigen kompakten Helden des japanischen Videospielkonzerns einmal anschaut: Gameboy (pocket, light, Color), Gameboy Advance (SP), Nintendo DS (Lite) und schließlich der neue DSi. Aber Nintendo wäre nicht Nintendo, wenn sie nicht allen Grund hätten an die erfolgreichste Handheld-Serie anzuknüpfen und einen würdigen Nachfolger auf den Markt zu rufen. Mit gut 100 Millionen verkauften DS-Exemplaren ist die Messlatte sehr hoch angesetzt und von Nachfolgern verspricht sich jeder Hersteller einen höheren Absatz. Nehmen wir uns, auf unserem Special bei Nexnow.de, die neue Konsole doch einfach mal genauer unter die Lupe!

Rein optisch hat sich auf den ersten Blick wenig getan. Die Form gleicht der des DS, jedoch gibt es keine Hochglanz-Designs mehr. Stattdessen vorerst nur ein mattes Schwarz oder Weiß. Optisch weniger toll, dafür aber sehr zweckmäßig: Die Oberfläche ist somit unempfindlicher gegenüber Kratzern und Fingerabdrücke.
Im geschlossenen Zustand ist der neue DSi etwas flacher als der Vorgänger.
Die beiden Displays sind um 7mm in der Diagonale vergrößert worden, müssen jedoch ohne höhere Auflösung auskommen. Stark verbessert wurde das Kontrast- und Helligkeitsverhältnis auf beiden Bildschirmen.

Große Neuerungen bietet hingegen das Multimedia-Interface. Über das neue übersichtlichere Dashboard kann man im Internet surfen, Demos und Applikationen laden und diese lassen sich dank internem Speicher jetzt auf der Konsole speichern. Unverständlich ist, warum die Demos nach Ausschalten der Konsole einfach verschwinden. Ein Update für dauerhaftes Speichern von Demos wird an dieser Stelle gefordert! Das Einsetzen einer SD-Speicherkarte ist ebenfalls möglich. Mit „Nintendo-Points“ (ehemals „Wii-Points“) lassen sich nun Applikationen aus dem Nintendo-Netz auf dem DSi speichern. Diese Points kosten bekanntermaßen Geld, können aber sowohl auf die Wii als auch auf den DSi geladen werden. Nachteil: Sind die Punkte erst einmal auf ein System verbucht, können sie nicht mehr für das andere genutzt werden.

Für Musikliebhaber gibt es einen kleinen Wehrmutstropfen. Das gängige MP3-Format wird leider nicht unterstützt, stattdessen das eher unbekannte ACC-Format. Das heißt nerviges Konvertieren ist angesagt. Mit reinen Audiogeräten kann er nicht mithalten, aber die Qualität ist durchaus in Ordnung und kann sich per Kopfhörer und Lautsprecher hören lassen.

Die markantesten Innovationen sind die beiden Kameras. Beide verfügen über eine Auflösung von 0,3 Megapixel. Eine Kamera befindet sich an der Außen- und die andere an der Innenseite des Gerätes. Die geschossenen Bilder können anschließend in einem umfangreichen Bildbearbeitungsprogramm modifiziert und auf der SD-Karte gespeichert werden. Eine integrierte Software im DSi erlaubt es sogar die Gesichter auf Avatare in Spielen zu setzen. In welchem Umfang dieses Feature die Spiele beeinflusst, ist noch ungewiss, sicher ist aber, dass es eine ähnliche Revolution wie das Mikrophon im Vorgänger hervorrufen wird.

Ein unverständliches Manko ist vielen direkt aufgefallen: Wo kommen hier eigentlich die GBA-Spiele rein? Antwort: Es gibt keinen GBA-Schacht mehr! Viele Spieler werden hier sauer aufstoßen. Sehr schade, dass auf die Abwärtskompatibilität verzichtet wurde.

Kommen wir zu unserem Fazit: Der DSi ist ein kleines Allround-Talent für Jung und Alt. Allerdings wirklich nur „klein“, da die Kamerafunktion an sich keine wirklich neue Erfindung ist. Zudem ist die Auflösung selten besser, als die einer gewöhnlichen Handykamera. Der Musicplayer ist eine schöne Sache, jedoch hätte man sich sehnlichst den MP3-Codec gewünscht. Der DSi-Shop verursacht eigentlich nur zusätzliche Kosten, aber welcher Online-Shop tut das heute nicht?!
Alles in allem ist der DSi nur eine aufgemotzte Version des DS Lite. Wer noch keinen Lite besitzt, wird mit dem DSi gut bedient sein. Das Umrüsten von DS Lite auf DSi ist nicht zwingend notwendig, wenn man auf die kleinen Gimmicks verzichten kann. Ob man den DSi benötigt, sollte jeder für sich selbst entscheiden.

nintendo-dsi

Nintendo DSi – Technische Details
Größe
(in geschlossenem Zustand)

Breite: 13,7 cm
Länge: 7,49 cm
Höhe: 1,89 cm
Gewicht (inklusive Akku und Touchpen)

214 g
Touchpen

Länge: ca. 9,2 cm
Oberer Bildschirm

3,25 Zoll (diagonal), transparenter, reflektierender TFT-Farb-LCD-Bildschirm
Hintergrundbeleuchtung – 4 Helligkeitsstufen
Touchscreen

3,25 Zoll (diagonal), transparenter, reflektierender TFT-Farb-LCD-Bildschirm
Hintergrundbeleuchtung – 4 Helligkeitsstufen
Stromversorgung und Akku

Aufladbarer Lithium-Ionen-Akku
Energie sparender Sleep-Modus
AC-Adapter

  • Minimale Helligkeit: 9 – 14 Stunden
  • Niedrige Helligkeit: 8 – 12 Stunden
  • Hohe Helligkeit: 4 – 6 Stunden
  • Maximale Helligkeit: 3 – 4 Stunden

(Die Dauer kann in Abhängigkeit von der Software variieren)

Eingänge

DS-Kartenschlitz
SD Card-Steckplatz
AC-Adapter
Stereo-Kopfhörer/Mikrofon


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