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Okt 14

Motorstorm: Arctic Edge

Titel: Motorstorm: Arctic Edge
Publisher: Sony Computer Entertainment
Plattform: Playstation Portable
Genre: Rennspiel
Release: 18.09.2009
USK: ab 12 Jahren
Online-Modus: Ja


Nachdem bis jetzt nur die Playstation 3-Besitzer in den Genuss von „Motorstorm“ kommen konnten, hat Sony nun endlich auch an die Playstation Portable-Fans gedacht und mit „Motorstorm: Arctic Edge“ den ersten eigenständigen Rennspiel-Ableger für Sony`s Handheld veröffentlicht.
Ob „Motorstorm: Arctic Edge“ auf der Playstation Portable überzeugen kann und an die Playstation 3-Versionen rankommt, erfährt ihr in unserem Review. Dann lasst die Motoren aufheulen und los geht`s auf die Zielgerade.

Story

„Motorstorm: Arctic Edge“ spielt sich – wie es der Name schon verrät – in Alaska auf schnee- und eisbedeckten Strecken ab. Bevor es losgeht werdet ihr auch mit einem Intro in die Weiten der Arktis eingeleitet.

Hier habt ihr auf 12 verschiedenen Strecken schier unbegrenzte Fahrmöglichkeiten und es fällt einem manchmal schwer, sich für einen Weg zu entscheiden. Die Strecken sind zwar abgesteckt, jedoch könnt ihr trotzdem frei entscheiden, wohin ihr fahren möchtet und könnt auf hohen Ebenen über Rampen springen, an Schluchten vorbeifahren, durch den Tiefschnee brettern, neben Wasserfällen herfahren oder über Steine und Geröll brausen. So dauert es eine Weile, bis alle Möglichkeiten der Strecken ausgeschöpft sind.

In anderen Rennspielen tretet ihr gegen klassengleiche Wagen an; nicht jedoch bei „Motorstorm“. Hier habt ihr die Auswahl zwischen Motorrädern, Quads, Buggys, Rallye-Autos, Eiswühler, LKW`s und den zwei neuen Fahrzeugklassen Schneemobilen und Pistenraupen.
Dank der erstklassigen Fahrphysik werdet ihr auch den Unterschied zwischen einem schweren LKW-Koloss oder einem leichten Motorrad merken. Jedes Fahrzeug hat nämlich seine Vor- und Nachteile: Wenn ihr mit einem flinken Motorrad schnell im Ziel seid, wird euch hingegen mit einem schweren LKW niemand von der Strecke abbringen können. Denn ihr müsst darauf gefasst sein, dass die KI eurer Gegner euch nicht nur einmal zur Seite drängen wollen. So kommt es also nicht immer drauf an, das schnellste Auto zu fahren.

Euch stehen auch einige Modien zur Verfügung: Der Festival-Modus ist das Herzstück des Spiels und mit einem Karrieremodus vergleichbar. In diesem Modus habt ihr die Möglichkeit in bis zu 8 Rängen aufzusteigen. Hier müsst ihr nicht einfach nur gegen neun Gegner antreten, sondern müsst auch Aufgaben, wie „Bleibe 10 Sekunden auf Position 1“, „Zeitbomben“-Rennen oder „Geschwindigkeits“- bzw „Checkpoint“-Rennen bewältigen. Um der Beste zu werden, müsst ihr euch die richtigen Abkürzungen aussuchen und euren Boost gut einsetzen. Dieser ist unbegrenzt verwendbar, jedoch leert sich die Boost-Anzeige und sobald ihr ein Signalton hört, solltet ihr lieber die Finger von der Boost-Taste nehmen, denn ansonsten explodiert euer Fahrzeug mit euch zusammen. Wenn ihr durch Schnee oder Wasser fahrt, kühlt sich eure Boost-Anzeige schneller als normal ab und ist somit auch schneller wieder einsatzbereit.
Mit der Zeit schaltet ihr bis zu 10 verschiedene Fahrzeuge, 24 Fahrer oder auch verschiedene Tuning-Karosserie-Pakete frei. Leider könnt ihr eure Boliden nur optisch tunen und die Leistungsfähigkeit nicht verbessern. Ihr könnt z.B. eure Stoßtangen- oder Felgenfarbe verändern und euch so euer individuelles Fahrzeug basteln.
Außerdem könnt ihr beim „Zeitfahren“ gegen Freunde offline und online antreten, im „Freien Spiel“ Richtung, Renntyp, Schwierigkeitsgrad, Starterfeld-Typ und Rundenanzahl bestimmen oder aber im „Zeitrennen“ neue Bestzeiten aufstellen.

In der „Werkstatt“ habt ihr die Möglichkeit eure Fahrzeuge optisch anzupassen, die Renn-Statistiken und die Abzeichen anzuschauen, sowie die freigeschalteten Medien (kleine Videos, z.B. das Intro-Video). In der Renn-Statistik erfährt ihr etwas über eure bereits zurückgelegte Rennstrecke, über eure Spielzeit, über eure unfallfreien Rennen oder aber auch etwas über euren weitesten Sprung, den ihr bis jetzt vollbracht habt.

Gameplay

Die Steuerung ist wie schon von den früheren „Motorstorm“-Titeln bekannt intuitiv und geht leicht von der Hand. Ihr könnt entscheiden, ob ihr lieber eine digitale oder analoge Lenkung bevorzugt und ob ihr klassisch mit der X-Taste oder nach „Motorstorm-Art“ mit der R2-Tase beschleunigen wollt. Während des Spiels könnt ihr jederzeit die Steuerung wechseln.
Ihr werdet beim Fahren bemerken, dass ihr oftmals ziemlich gegenlenken müsst, z.B. wenn es extrem windig ist oder ihr auf einem eisigen Abgrund euren Gegner davon rast. Die Steuerung ist aber nie schwammig und ihr werdet eure Vehikel mit etwas Übung schnell immer besser unter Kontrolle haben.

Grafik

Bei der Grafik haben sich die Entwickler wirklich große Mühe gegeben. Bei „Motorstorm: Arctic Edge“ erwartet euch eine grandiose Weitsicht. Egal ob verschneite Berge, schlammiger Untergrund, schwindelerregende Höhen, harter Boden oder überschwemmte Straßen: Alles ist einwandfrei dargestellt und es sieht einfach echt aus. Trotz der spitzen Grafik entstehen beim Fahren keine Ruckler und ihr könnt schön durchspielen. Die Kameraführung lässt keine Wünsche offen und bleibt immer hinter euch. Seid ihr damit trotzdem mal nicht zufrieden, könnt ihr euch natürlich auch umsehen. Bei einem Aufprall geht die Kamera in die Nahansicht und ihr seht euren Fahrer samt Fahrzeug von allen Seiten durch die Luft fliegen. Auch der aufgewirbelte Sand oder die Schneeflocken werden euch mehr als einmal die Sicht versperren. Hier wurde wirklich alles richtig gemacht und bei solch einem Anblick macht es einfach Spaß, sich ein, zwei oder gleich mehrere Rennen im eisigen Alaska zu liefern.

Sound

Auch soundtechnisch haben sich die Entwickler ins Zeug gelegt. Ihr habt im Spiel eine Wiedergabeliste, die sich sehen bzw. hören lassen kann. Die Musik nervt nicht, sondern unterlegt eure Rennen mit dem notwendigen Pepp. Die Lieder sind alle elektronisch geprägt und Gruppen wie „The Prodigy“ sind mit am Start. Ihr könnt euch auch aussuchen, ob die Wiedergabeliste normal abgespielt wird oder durch das Zufallsprinzip. So hört ihr auch nicht immer die gleichen Lieder nacheinander. Natürlich hört ihr auch eure Boliden beim Start oder beim Beschleunigen und so sieht man nicht nur, wieviel Power hinter den Fahrzeugen steckt, man hört es auch.

Features und Besonderheiten

Ihr könnt in „Motorstorm: Arctic Edge“ etliche Features freischalten; von Filmen über Fahrer, Strecken, Spielmodi bis hin zu Tuning-Paketen ist alles dabei.
Wenn ihr im Rennen einen tollen Sprung macht, dann drückt schnell auf „Pause“ und schießt ein Foto von eurem Stunt: Dieses könnt ihr dann auf eurem Memory Stick speichern und in eure Galerie laden.
Damit es euch auch auf keinen Fall langweilig wird, könnt ihr im Ad-hoc- und Online-Modus mit bis zu 6 Spielern spielen. Daneben gibt es ein Online-Ranglisten-System, um gegen ähnlich starke Spieler anzutreten und auch eine Bestenliste für die Online-Modi und die Singleplayer-Zeitrennen.

Fazit

„Motorstorm: Arctic Edge“ ist ein spitzen Spiel und kann sein Debut auf der Playstation Portable mehr als feiern. Atemberaubende Landschaften werden gemischt mit kraftvollen Boliden, die einiges zu bieten haben. Für alle, die von den gewöhnlichen Rennen genug haben und einmal wissen möchten, wie es ist, mit einem Schneemobil über einen eisbedeckten Berg zu brettern und im nächsten Rennen mit einem Motorrad über schwindelerregend hohe Rampen zu springen, der liegt mit „Motorstorm: Arctic Edge“ genau richtig. Eine grandiose Weitsicht und fast endlose Entscheidungsfreiheit Wege zu befahren gekoppelt mit einer spitzen Fahrphysik und stylischen Fahrzeugen runden das Spiel ab. Das einzige, was noch wünschenswert wäre, ist ein Tuning, das die Leistungsfähigkeit der Boliden steigert und nicht nur das Aussehen ändert und ein paar mehr Features, die freigeschaltet werden können (z.B. noch mehr Spielmodi).
Aber trotzdem: wir geben auf jedenfall für alle „Motorstorm“-Fans und alle, die mal ein etwas anderes Rennen fahren möchten, eine Kaufempfehlung ab.

Vielen Dank an Sony Computer Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 91%
Grafik: 93%
Sound: 89%
Features und Besonderheiten: 85%

Gesamt 90%

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1 Kommentar

  1. Tristan

    Das ist ein von den besten Spiele! Gefällt mir sehr! ja, das stimmt, es nicht alles in Ordnung, aber das Spiel ist einfach genial!

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