Titel: Dead Space: Extraction
Publisher: Electronic Arts
Plattform: Nintendo Wii
Genre: Action
Release: 29.10.2009
USK: ab 18 Jahren
Online-Modus: Nein
Schon letztes Jahr erschien für die PS3 und für die Xbox 360 „Dead Space“. Da die Nintendo Wii jedoch davon unberührt blieb, war es nur eine Frage der Zeit, bis EA auch hier den Titel veröffentlicht. Diesmal ist es aber keine Kopie, sondern ein für die Nintendo Wii eigen entwickeltes Spiel. So ist es umso interessanter, ob es EA geschafft hat, auf die Eigenschaften der Konsole einzugehen und sie sinnvoll ins Spiel einzubinden.
Dann Waffen in die Hand genommen und auf zum Spieletest zu „Dead Space: Extraction“ für die Nintendo Wii.
Story
Dass ein großartiges Spiel immer seine Fäden durch alle anderen Konsolenversionen zieht, ist kein Wunder. Beim letzten Mal hatten die PS3 und die Xbox 360 die Ehre. Diesmal beginnt unsere Geschichte auf der Nintendo Wii, die eigentlich Teil 2 abbekommen hat, jedoch ist die Story da anderer Meinung. Dies ist deshalb, weil EA nicht am letzten Teil anknüpft, sondern die Geschichte vor der Version erzählt. Ihr werdet in die anfängliche Invasion der Necromorphs versetzt, die eine tödliche Bedrohung für die Menschheit ist. Die Aegis VII Kolonie, auf der wir uns befinden, muss von uns analysiert werden, jedoch werden immer mehr Menschen von einem Virus infiziert, das sie zu Monstern mutieren lässt. Euer Ziel ist es, die im Orbit befindliche USG Ishimura zu erreichen. Im Verlauf des Spiels trifft ihr dann auch auf ein junges Mädchen, aber wir wollen mal nicht soviel verraten. Wer neben dem „Storymodus“ ein wenig Abwechslung möchte, kann sich im „Challenge Modus“ beweisen, bei dem man bekannte Abschnitte frei von Story durchstreifen kann.
Gameplay
Spielerisch befinden wir uns in „Dead Space: Extraction“ in einem Lightgun-Shooter. Ihr steuert also keine Figur, sondern habt nur eure Waffen in der Hand, die ihr von Szene zu Szene benutzen müsst. Die Waffenauswahl dabei ist sehr groß, aber auch Klassiker, wie der Plasmacutter, ein Impulsgewehr oder der Flammenwerfer haben es ins Spiel geschafft. Je nach Szene habt ihr natürlich nicht unbegrenzt Zeit und müsst immer schnellst möglich Waffenupgrades, Waffen, Munition oder auch Medipacks finden. Ähnlich wie bei anderen Lightgun-Shootern könnt ihr auch alternative Routen wählen, die den Wiederspielwert von „Dead Space: Extraction“ enorm in die Höhe treiben. Die Spieldauer pendelt sich beim ersten Mal zwischen 6 und 8 Stunden ein, jedoch wird man beim ersten Mal nicht alle Routen spielen können. Um komplett alle Wege zu kennen, benötigt man einiges mehr an Zeit, wenn es einem nicht langweilig wird auch an den gleichen Stellen vorbei zu kommen.
Die Steuerung verläuft intuitiv und dadurch, dass man den Zapper benutzen kann, findet man sich schnell in die Atmosphäre. Wenn ihr eure Wii-Remote um 90 Grad dreht, könnt ihr die alternative Feuermethode eurer Waffe abfeuern. So kann man nicht wie üblich eine Kugel aus der Pistole schießen, sondern kann dann drei Kugeln losballern. Beim Nachladen eurer Waffe müsst ihr aber immer ein wenig Zeit mitbringen, denn schnell ist was anderes. So bringt man aber mehr Stimmung ins Spiel, wenn man erst in der letzten Sekunde losfeuern kann. Aber auch ein Nahangriff kann ausgeführt werden, indem ihr den Nunchuk wie ein Schwert schwingt.
Grafik
Das „Dead Space“ auf der PS3 und Xbox 360 in HD-Optik daher kam und dabei noch gut aussah war zu erwarten. So war es im Vorfeld unklar, ob EA es schafft eine einigermaßen akzeptable Grafik auf die Nintendo Wii zu bringen. Nun, nach dem wir den Titel unter die Lupe genommen haben, können wir nur eines sagen: Auftrag erfüllt.
Die Kulissen mit ihren punktgenau eingesetzten Effekten scheinen die düstere Welt klasse zu präsentieren. Alles wirkt sehr lebendig und ist nicht durch unnötige Fehler beschränkt. „Dead Space: Extraction” läuft bis auf kleine Clippingprobleme fehlerfrei und kann eindeutig überzeugen. Gespielt wird in einer Egoansicht, die mehr Dynamik ins Spiel bringt und die Schockmomente dadurch mehr in die Mitte treten. Von den Texturen her ist natürlich alles grobkörniger als bei der HD-Version, aber es scheint auch auf der Nintendo Wii möglich zu sein, eine ansprechende Grafik zum Laufen zu bringen.
Sound
Die Sprachausgabe ist leider nur auf Englisch und so müsst ihr wohl oder übel die deutschen Untertitel mitlesen. Zwar sind die sehr treffend und gut gelungen, aber euch steht einiges zum Lesen bereit. Die Akustik im Spiel hört sich sehr gut an und kann an den richtigen Stellen mit Schockeffekten punkten. Ein absolutes Highlight ist auch die Einbindung der Remote-Lautsprecher, aus denen man verschiedene Funksprüche hört. Dies sollte in mehreren Spielen angewandt werden, da man eine ganz andere Atmosphäre erzeugen kann.
Features und Besonderheiten
Dass man den Wii-Zapper benutzt, gehört zum Standard, da sich die Steuerung einfach nur dafür anbietet. Darüber hinaus könnt ihr alles im 2 Spieler Koop-Modus spielen, wobei hier einige Herausforderungen dazu kommen, die nur zu zweit bewältigt werden können.
Fazit
Dass der letzte Teil schon eine Klasse für sich war, konnte man bereits sehen. Nun hat EA mit „Dead Space: Extraction“ einen erstklassigen Lightgun-Shooter gezaubert, der sowohl optisch als auch musikalisch überzeugen kann. Der Koop-Modus macht richtig viel Spaß, wäre aber durch einen Online-Modus noch einmal zu übertreffen gewesen. EA hat es aber dennoch geschafft einen guten Horror Lightgun-Shooter für die Nintendo Wii zu präsentieren und so kann man „Dead Space: Extraction“ allen ab 18 Jahren empfehlen, die an dem Genre Interesse haben.
Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!
Bewertung
Gameplay: 86%
Grafik: 88%
Sound: 79%
Features und Besonderheiten: 85%
Gesamt 85%