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Nov 08

Brütal Legend

Titel: Brütal Legend
Publisher: Electronic Arts
Plattform: Playstation 3
Genre: Action
Release: 15.10.2009
USK: ab 18 Jahren
Online-Modus: Ja


Manchmal ist es Entwicklern mehr wert ihre Ideen auszuleben, als lieblose Massenspiele zu produzieren. Bei diesem Spiel trifft dieses Phänomen zu. Der Entwickler Tim Schafer, bekannt aus Spielehits wie „Monkey Island“ und „Day of the Tentakle“, wechselte sogar den Publisher und will für Electronic Arts jetzt das rockigste Spiel aller Zeiten entwickeln. Weshalb jeder Gamer einmal in seinem Leben dieses Spiel spielen sollte, verraten wir euch in unserem Review.

Dann greift zur Gitarre und eurer Axt und folgt uns im Spieletest zu „Brütal Legend“ für die Playstation 3 in eine neue Welt.

Story

Unsere Geschichte handelt von Eddi Riggs, der auf Jack Black basiert. Er ist der beste Roadie, den es in der Szene gibt, aber bei einem Auftritt passiert etwas Unfassbares: Er wird unter den herabfallenden Trümmern der Bühne begraben und es scheint so, als ob sein letztes Stündlein geschlagen hätte. Aber genau in diesem Moment katapultiert ihn seine Gürtelschnalle, die er von seinem Vater bekommen hat, in eine mysteriöse Welt voller Legenden und Mythen. Wir befinden uns nun im Metal-Universum.

Angekommen erfahren wir, dass der böse Herrscher Doviculus das Land versklavt und die Bewohner ausbeutet. Laut einer Prophezeiung warten die Bewohner des Landes auf den Erlöser und wir machen uns bereit unserer Bestimmung zu folgen. Dabei begegnen wir dem Widerstand der Menschen, angeführt von Lars Halford, seiner Schwester Lita, der geheimnisvollen Ophelia und ihren Freunden, und schließen uns mit ihnen zusammen.

Gameplay

Nach den Intro kommen wir ins Hauptmenü des Spiels, das einfach nur geil ist. Ihr habt eine Schallplatte vor euch und könnt, je nachdem was ihr anwählen wollt, die Platte rausholen oder umdrehen, um so zu den Menüpunkten zu kommen. Einfach nur lustig; aber kommen wir zu unserem Spiel.

Zu Beginn bekommen wir die Steuerung erklärt, um so gegen finstere Dämonen und Glamrocker zu kämpfen. Aber Moment mal, wir haben noch keine Waffen. Diese Bitte wird aber schnell zurückgezogen, da wir zunächst unsere Axt und anschließend unsere Gitarre finden. Oder habt ihr jetzt auf einen Raketenwerfer gewartet? Mit der Gitarre können wir die Feinde in die Luft schleudern und erledigen oder ihnen mit der Axt den Rest geben. Im Verlauf des Spiels bekommen wir sogar einen fahrbahren Untersatz. Einen „Ferrari F430“ vielleicht? Nee, wir haben jetzt einen „Hot Rod“.

Das Universum befindet sich in einer 64 Quadratkilometer großen Open-World. So wundert es auch keinen, dass man viele Missionen und Nebenaufgaben zu erledigen hat. Besonders wenn man seinen Hot Rod richtig tunen will. Dazu müsst ihr dann Rennen bestreiten, die in unterschiedlichen Events auf euch warten.

Kommen wir aber zu unserer Aufgabe zurück, die Bewohner zu retten. Obwohl man jetzt im ersten Moment denkt, dass man sich durch die Missionen durchhämmert, ist das zunächst falsch. Eine taktische Note ist mit im Spiel, wenn ihr eure treuen Headbanger befehligt anzugreifen oder Stellungen zu verteidigen. Es gibt sogar unzählige Combos, die ihr mit euren Freunden zusammen ausführen könnt, um die Gegner zu erledigen.

Grafik

Wenn man sich ein Metal-Universum vorzustellen hätte, dann würde es genau so aussehen. Die Charaktere und auch die Landschaften sehen comichaft aus. Es ist aber alles derart von künstlerisch gut dargestellt, dass man es den Entwickler abkaufen würde. Die Gesichter sehen sehr ausdrucksstark aus und auch die Gestalten, die sich in der Welt bewegen, sehen klasse aus. Viele Zwischensequenzen erzählen die gute Story und können euch fesseln. Die Kamera im Spiel ist etwas wackelig und nicht immer optimal, aber über das kann man beruhigt hinwegsehen.

Sound

Eine zusätzliche Reise erwartet euch im Soundtrack des Spiels. Satte 108 Tracks haben es ins Spiel geschafft. Angefangen von Black Sabbath, Megadeth, Mötley Crüe, Enslaved, Carcass und Slayer bis hin zu Judas Priest oder Manowar stehen euch mehr als genug Titel zum Anhören zur Verfügung. Dies ist aber lange nicht das Beste, was es im Spiel zu hören gibt, denn die Synchronisation ist der Oberhammer. Jack Black vertont Eddie Riggs und auch Musikerlegenden wie Lemmy Kilmister (Motörhead), Rob Halford (Judas Priest), Ozzy Osbourne (Black Sabbath), Lita Ford (The Runaways) oder Schauspieler Tim Curry (Rocky Horror Pictuire Show) geben sich im Spiel die Ehre und vertonen ihre eigenen Charaktere. Als absolutes Bonus gibt es alle auch in deutsch zu hören, mit mindestens genauso guten Sprüchen und Witzen wie im Englischen. Einfach nur rockig.

Features und Besonderheiten

Online bietet „Brütal Legend“ noch einmal mindestens so viel Spaß wie im Einzelspielermodus. Ihr könnt mit bis zu 8 Spielern Online Kämpfe bestreiten und euch messen.

Fazit

Mit „Brütal Legend“ lieferen Tim Schafer und EA ein absolut geiles Heavy Metal-Spiel, das es bis heute nicht gegeben hat. Die Spieldauer pendelt sich bei ungefähr 12 Stunden ein, in denen ihr viel zu hören und zu entdecken bekommt. Es ist eine willkommene Abwechslung, die ganzen Stars in einem Spiel zu sehen und eine grandiose Synchronisation zu genießen, die es zu selten in Spielen gibt. Zusammenfassend kann man nur sagen, dass man bis auf leichte Schwächen nur beeindruckt wird und jedem raten kann, einen Blick auf „Brütal Legend“ zu werfen: Es könnte sich lohnen.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 88%
Grafik: 83%
Sound: 93%
Features und Besonderheiten: 85%

Gesamt 87%

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