Titel: Little Big Planet
Publisher: Sony Computer Entertainment
Plattform: Playstation Portable
Genre: Jump and Run
Release: 20.11.2009
USK: ab 0 Jahren
Online-Modus: Nein
Vor ca. einem Jahr feierte der kleine Sackboy sein Debüt auf der Playstation 3 und bezauberte mit seinem süßen Bastel-Look die Herzen aller Spieler.
Ob die Umsetzung auf der Playstation Portable ebenso überzeugen kann, erfahrt ihr bei Nexnow.
Dann nimmt eure PSP in die Hand und los geht`s zum Review von „Little Big Planet“ für die Playstation Portable.
Story
Auch bei der PSP-Version von „Little Big Planet“ wurde auf eine richtige Story verzichtet und so reihen sich die rund 30 Levels hintereinander und hängen nur bedingt zusammen. Der Leitfaden des Spiels ist, wie auch bei der PS3-Version, „Play. Create. Share.“.
Bei „Little Big Planet“ gibt es wieder unzählige Orte zum Erforschen und zu Entdecken, Werkzeuge zum Sammeln und Sticker zum Dekorieren. Ihr müsst tödliche Abgründe überwinden, wankende Plattformen überqueren, nach rettenden Lianen greifen und euch hin- und herhangeln und möglichst alles einsammeln, da ihr nie wisst, ob ihr es später als Auslöser für z.B. das Umlegen eines Schalters braucht. Wenn ihr eine Aufgabe mal nicht schafft sorgen die unzähligen Rücksetzpunkte dafür, dass ihr nicht frustriert werdet.
Fast alles der zusammengeklebten und zusammengehefteten Texturenwelt kann bewegt werden und dank der realistischen Spielphysik reagiert alles so, wie es sollte.
Ihr habt keine bestimmten Vorgaben, wie ihr an das Spiel rangehen müsst: das bestimmt ihr selbst!
Leider haben es auf die PSP nur rund 30 Levels geschafft, die aber so abwechslungsreich sind, dass es einfach wieder Spaß macht mit dem kleinen Sackboy (oder Sackgirl) durch die Welten zu hüpfen.
Im Storymodus verschlägt es euch erst nach Australien, dann nach Asien, wo ihr bei einer Talfahrt auf einem Wägelchen vor einem feuerspuckenden Drachen fliehen müsst, danach gelangt ihr über Afrika nach Deutschland, landet schließlich erst in Hollywood und dann in Südamerika, wo ihr am Karneval teilnimmt.
Ihr merkt also, es geht wieder bunt zu bei „Little Big Planet“, denn es erwarten euch neben Rikschaes und fliegenden Teppichen auch noch Tiere wie z.B. Schafe, Affen und Kamele. Auch mit eurem Jet-Pack werdet ihr viel Spaß haben, da ihr so an einer Kette hängend durch die Lüfte schweben könnt und Aufgaben erlediget, die zu Land nicht vollbracht werden können.
Auch bei der PSP-Version ist wieder der ausführliche Level-Editor mit dabei, der auch schon bei der PS3-Version das Herzstück des Spiels war. Denn wer denkt, dass „Little Big Planet“ nur ein Jump and Run-Spiel wäre, der irrt sich. Euer kleiner Sackboy kann eigentlich nicht viel mehr außer rennen, springen, Sachen verschieben oder anheben und mit seiner Mimik spielen; umso wichtiger sind die Levels in denen er sich bewegt. Und hier kommt der Level-Editor zum Einsatz: Nach und nach werden euch die verschiedenen Materialien, Werkzeuge und Fähigkeiten eröffnet, welche ihr mit ein bisschen Übung zum Bau eurer ganz persönlichen und speziellen Levels einsetzen könnt. Also sammelt während eurer Abenteuer fleißig die so genannten „Preisblasen“, da ihr dann viele Möglichkeiten zur Gestaltung zur Verfügung habt. Natürlich müsst ihr auch daran denken, dass sich in „Little Big Planet“ dank der realistischen Spielphysik keine Holzplatten in die Luft kleben lassen und dass ihr einem Gegner, den ihr in die Welt einbauen wollt, auch noch ein Gehirn verpassen müsst. Also wer wirklich Interesse an einem tollen Level hat, der kann sich Wochen mit der Umsetzung beschäftigen und wer so viel Durchhaltevermögen hat, der wird dann anschließend durch die Bewertungen belohnt, die er erhält, wenn er seine Welt online stellt. So können sich andere Spieler das Level runterladen und ihr könnt euch auch umsehen, ob ihr andere Levels interessant findet. Das gute an der PSP-Version ist, dass ihr das Level einfach auf eurer Memory-Card speichert und es auch spielen könnt, wenn ihr wieder offline seid.
Natürlich könnt ihr auch wieder euren persönlichen Sackboy oder Sackgirl gestalten, indem ihr Augen, Hüte, Münder und Haare- um nur ein wenig Auswahl aufzuzählen- anpasst. Selbst hartgesottene unter euch, werden sich ein Schmunzeln bei diesen süßen und liebevoll dargestellten Säckchen kaum verkneifen können. Eure Sackboys- und girls können bei der PSP-Version zwar nicht mehr die Arme bewegen, aber dafür ist die Veränderung der Mimik erhalten geblieben.
Gameplay
Das Gameplay passt sich dem Spiel an und ist einfach gehalten und trotzdem grandios. Mit dem Analogstick lenkt ihr euren Sackboy- oder girl in die Richtung, in die ihr gehen möchtet. Mit „X“ springt ihr und mit der „Viereck“-Tase lässt ihr das Pop-Up-Menü aufspringen.
Mit dem Steuerkreuz versetzt ihr euren Sackboy oder euer Sackgirl in vier verschiedene Emotionen: Trauer, Wut, Freude und Angst – je nachdem welche Richtungstaste gedrückt wird, seht ihr in der Mimik eures Charakters die jeweilige Emotion. Drückt ihr das Steuerkreuz zwei- oder dreimal wird die Emotion noch intensiver dargestellt und drückt ihr noch dazu die L-Taste ist euer Sackboy nicht mehr zu halten. Allein mit dieser Funktion kann man sich ewig die Zeit vertreiben und viel ausprobieren.
Leider wurde aber auch bei „Little Big Planet“ für die PSP an der ungenauen Sprungsteuerung nicht gearbeitet. Aufgrund der Physik-Engine kann es schon mal vorkommen, dass euer Sackboy trotz mehrfachen „X“-Drückens einfach nicht abspringen will – und ein Doppelsprung wurde ihm auch noch nicht verpasst.
Auch die Ebenenautomatik kann zum Problem werden, da ihr euch auf drei Ebenen bewegt: der vorderen, der mittleren und der hinteren Ebene. Euer Sackboy weicht automatisch auf eine andere Ebene aus, wenn er auf der aktuellen Ebene ,aufgrund eines Hindernisses, nicht mehr weiterkommen würde. Wollt ihr jetzt aber genau dieses Hindernis greifen oder verschieben (ihr könnt ja mit allen Gegenständen im Spiel interagieren), braucht ihr etliche Versuche, damit euch dies gelingt.
Grafik
Die Entwickler haben sich bei der Gestaltung der Mimik der Sackboys- und girls selbst übertroffen: Sie stellen die Emotionen so sympathisch dar, dass ihr es nicht lassen könnt, ständig neue Sachen auszuprobieren.
Auch die Levelgestaltung fällt positiv auf: Ob ihr euch nun in Australien, Asien, Südamerika oder Deutschland befindet- ihr werdet es sofort am Level erkennen. Hier trifft hervorragende Grafik auf liebevoll gestaltetes Artdesign und Fotorealismus auf kindliche Fantasie- Dies ist den Entwicklern ohne Zweifel gelungen.
Aber man muss natürlich auch sagen, dass die Bastel-Materialien nicht ganz so scharf dargestellt sind, wie bei der PS3-Version, aber dies machen die flüssigen Animationen, schönen Schimmereffekte, der tolle Bastel-Look und die süßen Sackboys wieder wett.
Sound
Das gesamte Spiel wird von leichter und „guter Laune machender Musik“ und von einem Sprecher mit süffisanter Stimme begleitet. Der Sprecher weicht leider von dem PS3-Sprecher ab, was aber nur am Anfang etwas stört.
Die Thematik der einzelnen Level schlägt sich in der Musik nieder und so hört ihr z.B. Gitarrensolos oder aber auch orientalische Klänge mit modernen Beats gemixt: Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Features und Besonderheiten
Natürlich muss hier an erster Stelle der ausführliche und wieder gelungene Level-Editor genannt werden. Den Entwicklern ist es ganz klar gelungen die Besonderheiten dieses Editors auf die PSP zu portieren. Auch das Messen in den Ranglisten und das Austauschen der Levels sind hervorzuheben. Auch einige Bonuslevel sind im Spiel enthalten, die den Langzeitspielspaß noch erhöhen.
Leider wurde auf einen Multiplayermodus verzichtet, was sehr schade ist. Denn genau das Spielen mit Freunden vor der PS3 hat doch so Spaß gemacht und hätte sich auch auf der PSP bewährt.
Fazit
„Little Big Planet“ ist das Debüt auf der Playstation Portable geglückt und jeder Fan der PS3-Version wird auch auf dem Handheld seinen Spaß haben.
Die Grafik ist grandios dargestellt und auch der Level-Editor kann glänzen. Leider stellt die Ebenenautomatik ein Problem dar und auch ein Doppelsprung hätte nicht geschadet.
Dass ihr aber auf der PSP nur alleine durch die Welten hüpfen, rennen und fahren müsst ist sehr schade: Der fehlende Multiplayermodus ist wirklich ein Manko und sollte für die Zukunft auch auf der PSP integriert werden.
Ansonsten lohnt es sich aber zuzugreifen, damit ihr auch unterwegs auf euren Sackboy oder euer Sackgirl nicht mehr verzichten müsst.
Vielen Dank an Sony Computer Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!
Bewertung
Gameplay: 85%
Grafik: 92%
Sound: 91%
Features und Besonderheiten: 90%
Gesamt 90%
Ähnliche Artikel:
- Lost Planet 2: Zwei-Spieler ‘Split Screen’ geplant Capcom arbeitet bei Lost Planet 2 an einem ‘Split Screen’-Modus...
- Little Big Planet Informationen zum Spiel Titel: Little Big Planet Publisher: Sony Plattform:...
- Little Big Planet – Game of the Year-Edition Sony Computer Entertainment (SCE) hat heute eine Game of the...
- Lost Planet: Extreme Condition Informationen zum Spiel Titel: Lost Planet: Extreme Condition Publisher: Capcom...
- Planet 51 Am 3.Dezember ist in den Kinos der Animationsfilm „Planet 51“...
- Lost Planet 2-Demo auf Xbox Live zu haben Capcom gibt bekannt, dass die Mehrspieler-Demo zu Lost Planet 2...
- Lost Planet 2: Auch andere Plattformen? Capcom untersucht, ob Lost Planet 2 (Xbox 360) auch für...
- Lost Planet 2 spielbar auf TGS Capcom gibt bekannt, dass Lost Planet 2 (PS3, Xbox 360)...