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Dez 13

LEGO Rock Band

Titel: LEGO Rock Band
Publisher: Warner Interactive
Plattform: Xbox 360
Genre: Partyspiel
Release: 27.11.2009
USK: ab 0 Jahren
Online-Modus: Nein

Nach „LEGO Indiana Jones“, „LEGO Star Wars” und „LEGO Batman“ haben die kleinen Klotzköpfe schon bewiesen, dass sie allerhand auf der Kiste haben.
Nun müssen die Figuren zeigen, dass sie mit „LEGO Rock Band“ auch im harten Musikgenre nicht hinterherhängen.

Dann nimmt eure Bausteine in die Hand und los geht`s zu unserem Review von „LEGO Rock Band“ für die Xbox 360.

Story

Wer von euch schon die Rock Band-Reihe kennt, der wird bei „LEGO Rock Band“ nicht wirklich überrascht sein, was den Spielaufbau angeht.

Zuerst einmal könnt ihr euch im Charaktereditor, ganz nach Rock Band-Manier, eure Band zusammenstellen, aber dieses mal habt ihr die Auswahl aus gut 100 Figuren, die aus nahezu allen bekannten Lego-Themenbereichen kommen. Ihr könnt aber Kopf, Torso, Beine und Arme beliebig austauschen und euch so eure ganz individuelle Band basteln.

Habt ihr nun eure Lieblingsband zusammengestellt, müsst ihr euch für den Karrieremodus oder das „Schnelles Spiel“ entscheiden. Ihr wollt nur mal schnell ein paar Songs rocken? Dann ist das „Schnelle Spiel“ genau das richtige für euch, denn hier könnt ihr von Anfang an alle 45 Songs durchspielen, auch wenn sie im Karrieremodus noch nicht freigeschaltet sind.

Das Herzstück des Spiels besteht jedoch, ihr ahnt es schon, natürlich aus dem Karrieremodus, welcher stark an „Rock Band“ angelehnt ist. Ihr tretet auf verschiedenen Bühnen auf und spielt so gut ihr könnt und heizt damit dem Publikum richtig ein. Je nachdem, wie erfolgreich ihr ward, erhaltet ihr bis zu 5 Sternen pro Auftritt, die euch den Zugang zu größeren Bühnen eröffnen.
Seid ihr schon erfolgreich, könnt ihr, wie es sich für richtige Stars gehört, auch Personal einstellen oder euch teure Auto, Busse und Flugzeuge zulegen. Auch der Tourbus, sowie die Instrumente, können frei gestaltet werden. Nach fast jedem Auftritt spielt ihr Gegenstände, Figuren oder Gimmicks frei, die ihr im Rock Shop erstehen könnt.
Leider wiederholen sich die Lieder bei den Pflicht- oder bei den Kürauftritten während eurer Karriere, aufgrund der eher mageren Auswahl von 45 Songs, etwas zu oft. Dies kann manchmal etwas nervig sein, der Spaß bei den Auftritten bleibt aber dennoch erhalten.
Eure Karriere wird zwischendurch immer wieder durch die sogenannten „Bosskämpfe“ aufgelockert, in denen ihr beispielsweise mit der „Macht des Rock“ ein Hochhaus zum Einsturz bringen müsst oder aber in einer Piratenwelt eine Riesenkrake besiegt.

Dies war`s dann aber auch leider schon. Denn ihr könnt zwar im Rock Band-Store einkaufen, aber auf einen Online-Modus wurde verzichtet und es gibt auch keine Wettkampfmodi oder besondere Herausforderungen wie in „Rock Band 2“ und auch keinen Partymodus wie in „Guitar Hero 5“ oder „Band Hero“. Das ist wirklich schade, denn so ist der Umfang des Spiels schnell ausgeschöpft und die Langzeitmotivation wird dadurch nicht gerade gesteigert.

Gameplay

„LEGO Rock Band“ orientiert sich stark an „Rock Band“ und so gilt es die richtige Taste mit der richtigen Farbe bzw. dem richtigen Symbol zum passenden Zeitpunkt aktivieren, auf die farbigen Markierungen achten und den Text mitgrölen.
Harmonix hat aber bei „LEGO Rock Band“ noch einen zusätzlichen, leichteren Schwierigkeitsgrad eingebaut, was auf die jüngere Zielgruppe des Spiels zurückzuführen ist. Hierbei ist es nicht notwendig auf die Farben der heranrauschenden Noten zu achten, sondern ihr müsst einfach eine beliebige Taste zum richtigen Zeitpunkt drücken. Außerdem wird der Bassdrum automatisiert, sodass die Hand-Auge-Fuß-Koordination beim Trommeln um ein Element reduziert wird.

Generell sind die Lieder sehr einfach zu spielen und sollen so auch Neulingen des Genres den Einstieg erleichtern. Aber auch eingefleischte Spieler finden in einem anderen Schwierigkeitsgrad und mit Songs wie „Fire“ von Jimi Hendrix oder aber „Final Countdown“ von Europes ihren Spaß und werden gefordert.

Grafik

Die kleinen Klotzmännchen kommen putzig und bunt daher und reißen einen einfach mit. Natürlich spielen sie nicht ganz so filigran und akkurat wie ihre „Rock Band“-Kollegen, aber dennoch passt die Umsetzung und alles wirkt harmonisch. Die Figuren versprühen Humor und Charme und es macht Spaß sie auf der Bühne zu sehen. Leider fallen sie gerade dort etwas zu wenig auf, da die runter sausenden Legostein-Notenbalken im Vordergrund stehen und die tanzenden und rockenden Figuren eher im Hintergrund gehalten werden.

Sound

„LEGO Rock Band“ bietet mit gerade mal 45 Songs natürlich nicht die Top-Auswahl im Vergleich zu anderen Spielen des Genres. Man muss jedoch sagen, dass die Songs, die mit von der Partie sind, zu überzeugen wissen. Die Mischung aus Pop, Classic-Rock und aktuelleren Titeln bringt Spaß und Abwechslung und sorgt für einen lustigen „LEGO Rock Band“-Abend zu Hause im Wohnzimmer mit Freunden.

Vor allem das Publikum versetzt euch in Konzertstimmung, da es bei euren Auftritten mitgrölt und die Spiel-Atmosphäre direkt aufs heimische Sofa bringt.

Hier ist die komplette Trackliste:

• All American Rejects: “Swing, Swing”
• The Automatic: “Monster”
• Blink-182: “Aliens Exist”
• Blur: “Song 2”
• Bon Jovi: “You Give Love a Bad Name”
• Boys Like Girls: “Thunder”
• Bryan Adams: “Summer of 69”
• Carl Douglas: “Kung Fu Fighting”
• The Coral: “Dreaming of You”
• Counting Crows: “Accidentally in Love”
• David Bowie: “Let’s Dance”
• Elton John: “Crocodile Rock”
• Europe: “The Final Countdown”
• Everlife: “Real Wild Child”
• Foo Fighters: “Breakout”
• Good Charlotte: “Girls & Boys”
• The Hives: “Tick Tick Boom!”
• Iggy Pop: “The Passenger”
• Incubus: “Dig”
• Jackson 5: “I Want You Back”
• Jimi Hendrix: “Fire”
• Kaiser Chiefs: “Ruby”
• Katrina & The Waves: “Walking on Sunshine”
• The Kooks: “Naïve”
• KoRn: “Word Up!”
• KT Tunstall: “Suddenly I See”
• Lostprophets: “Rooftops”
• P!NK: “So What”
• The Police: “Every Little Thing She Does Is Magic
• The Primitives: “Crash”
• Queen: “We Are The Champions”
• Queen: “We Will Rock You”
• Rascal Flatts: “Life is a Highway”
• Ray Parker Jr.: “Ghostbusters”
• Razorlight: “Stumble and Fall”
• Spin Doctors: “Two Princes”
• Spinal Tap: “Short & Sweet”
• Steve Harly: “Make Me Smile”
• Sum 41: “In Too Deep”
• Supergrass: “Grace”
• Tom Petty: “Free Fallin”
• T-Rex: “Ride a White Swan”
• Vampire Weekend: “A-Punk”
• We the Kings: “Check Yes Juliet”
• The Zutons: “Valerie”

Features und Besonderheiten

Ihr könnt viele Gegenstände, Figuren und Instrumente freischalten und entdeckt so nach jedem Auftritt etwas Neues.
Diejenigen, die schon Besitzer eines Spiels der „Rock Band“-Reihe sind, können sich über die Kompatibilität freuen und ihre „Rock Band“-Songs in „LEGO Rock Band“ importieren. Es können jedoch nicht alle Songs importiert werden, da es familienfreundliche Richtlinien zum Schutz der minderjährigen Mitspieler gibt. Durch diese Richtlinien fallen Lieder, die textlich nicht ganz so familienfreundlich sind und ihr müsst euch mit dem Rest zufrieden geben. An sich ist das ja eine tolle Sache, da das Spiel ja auch auf die jüngere Zielgruppe ausgerichtet ist und dahingehend ist es verständlich, dass Lieder wie „Sex on Fire“ von Kings of Leon nicht importiert werden können. Wir fragen uns jedoch, warum z.B. „21 Guns“ von Greenday gesperrt ist und die Songs von Iron Maiden gespielt werden dürfen. Darauf hätten aber wahrscheinlich nur die Entwickler eine Antwort.

Des Weiteren können die Songs aus „LEGO Rock Band“ auch exportiert werden und in den „Rock Band“-Spielen gerockt werden. Dies ist jedoch kostenpflichtig (ca.10 Euro), was auch unverständlich ist, bei einem Titel dieser Preisklasse.

Fazit

„LEGO Rock Band“ kann durch die putzige Aufmachung und dem bewährten Spielablauf überzeugen, glänzt jedoch nicht durch Innovationen. Weder Herausforderungen noch Online-Modi haben es ins Spiel geschafft, was den Gesamteindruck ganz schön trübt. Die Auswahl der Lieder ist sehr gut, auch wenn es an Quantität fehlt. Dies kann jedoch durch das Importieren der „Rock Band“-Songs wieder ausgeglichen werden. Hier wurde auf familienfreundliche Richtlinien gesetzt, was vom Grundgedanken zwar gut ist, aber etwas unverständlich umgesetzt wurde. Dass das Exportieren der Lieder kostenpflichtig ist, hinterlässt bei uns einen bitteren Nachgeschmack: Jetzt kostet der Titel schon so viel, hat so wenige Modi, keine Online-Features und dann soll man nochmal was zahlen? Dies ist nicht gerade motivierend.
„LEGO Rock Band“ verlässt sich auf den Kern der „Rock Band“-Reihe und wurde inhaltlich nicht weiterentwickelt. Das Spiel zielt ganz klar auf die jüngeren Spieler ab und ist für diese und für Neulinge des Genres, auch dank des leichten Schwierigkeitsgrades, interessant.
Alle eingefleischten Musikspielefans sollten lieber auf „Rock Band 2“ zurückgreifen, da hier der Umfang größer ist.

Vielen Dank an Warner Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 83%
Grafik: 80%
Sound: 85%
Features und Besonderheiten: 78%

Gesamt 82%

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1 Kommentar

  1. Olaf

    Tolles Spiel mit super Grafik und langem Spielspaß. Der Preis ist auch angemessen.

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