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Dez 22

Medieval Games



Informationen zum Spiel

Titel: Medieval Games
Publisher: Namco Bandai
Plattform: Nintendo Wii
Genre: Minispielsammlung
Release: 20.11.2009
USK: ab 6 Jahren
Online-Modus: Nein

Minispielsammlungen sind sehr beliebt und gerade wenn man mit mehreren Freunden zusammen spielen will, ist das der perfekte Zeitvertreib.
Namco Bandai versucht nun mit „Medieval Games“ ein bisschen „Minispiel-Erfolg“ einzukassieren und möchte euch mit mittelalterlicher Stimmung fesseln. Da die Veröffentlichung von „Mario Party 8“ schon zweieinhalb Jahre her ist, hat „Medieval Games“ gute Chancen den Markt zu erobern – es sei denn, das Spiel kann auch mit der Konkurrenz mithalten.

Dies erfahrt ihr in unserem Review zu „Medieval Games“ für die Nintendo Wii.

Story

In „Medieval Games“ dreht sich alles rund ums Mittelalter, so könnt ihr aus 8 mittelalterlichen Charakteren, wie z.B. Hofnarr, Prinzessin oder Ritter, euren Lieblingscharakter auswählen.
Habt ihr dies getan, könnt ihr euch in 30 verschiedenen Minispielen gegeneinander messen. Ihr müsst euch beispielsweise im Schwertkampf, im Lanzenstechen, im Bogenschießen und im Katapultschießen beweisen und euren Gegner ausstechen. Ihr habt die Möglichkeit mit bis zu drei Freunden zu zocken, wobei es auch Minispiele gibt, die ihr zusammen bewältigen müsst oder bei welchen einer eine andere Aufgabe, wie die anderen macht. Bei der Schweinejagd ist ein Spieler der Jäger und die anderen Spieler versuchen die Schweinchen zu lenken, sodass sie nicht eingefangen werden. Dies ist anfänglich abwechslungsreich, die Spielart wiederholt sich aber im Verlauf des Spiels zu oft, sodass alle Spiele gleich wirken.

Die Minispiele lassen sich beliebig oft im „Freien Spiel“ spielen, müssen aber im Storymodus zuerst freigeschaltet werden.

Im Turniermodus wählt ihr zwischen „Letztes Duell“ und „Kampf der Könige“ aus. In „Letztes Duell“ spielen immer die Sieger eines Duell-Minispiels gegeneinander und in „Kampf der Könige“ vereinen sich alle Spieler und es werden per Zufall drei Kampf-Minispiele gewählt, in denen alle Spieler antreten müssen. Derjenige, der die meisten Punkte erzielt, hat dann gewonnen.

Das Herzstück von „Medieval Games“ ist allerdings der Storymodus, welchen ihr im Laufe des Spiels auf drei Spielbrettern spielen werdet. Immer wenn ihr als Sieger eines Spielbrettes hervorgeht, wird das nächste Brett freigeschaltet. Auf dem Spielbrett „Harvest Festival“ gewinnt zum Beispiel derjenige, der die meisten Münzen hat und auf dem Spielbrett „Feuding Kingdom“ geht der Spieler mit den meisten Schätzen als Sieger hervor.
Ihr versucht auf den Münz-, Händler- Duell-, Ereignis- und Ortsspielfeldern das beste herauszuholen und müsst zwischendurch immer wieder Minispiele bewältigen.

Gameplay

„Medieval Games“ wird ausschließlich mit der Wii-Fernbedienung gesteuert, was nicht immer so verläuft, wie ihr das gerne hättet. Oft artet es in eine Fuchtel-Steuerung aus und trotzdem lässt sich der verflixte Ring nicht mit der Lanze einsammeln.
Auch beim Storymodus, kommt direkt am Anfang die Steuerung zu tragen, nämlich wenn es darum geht, wer mit Würfeln anfängt. Hierzu müssen alle Spieler ihre Wii-Fernbedienung nach oben richten und danach schnellstmöglich die mit einem Schwert auf dem Bildschirm dargestellte Stellung nachahmen. Eigentlich sollte der Spieler anfangen zu würfeln, der zuerst die Wii-Fernbedieung, beispielsweise nach links, gekippt hat, nur leider kommt das Signal oft erst verspätet an und das Auswahlverfahren hat somit nicht wirklich einen Sinn.

Ihr solltet auch darauf achten, dass ihr auf jedenfall immer zu viert spielt, denn wenn ihr weniger oder gar alleine seid und trotzdem nicht nur im „Freien Spiel“ glänzen wollt, dann müsst ihr euch die Züge und Duelle der Computerspieler ansehen, bis ihr wieder dran seid. Dies ist wirklich langweilig und einfach unnötig. Außerdem ist es auch fast unmöglich gegen die KI zu gewinnen.

Grafik

Die Entwickler können sich wirklich nicht auf die Schulter klopfen bei so einer Grafik: Die Texturen sind matschig, die Umgebung ist undetailliert und lieblos dargestellt und alles ist eckig und pixelig. Es wirkt fast so, als hätte man eine Zeitreise in die Vergangenheit gemacht, in der man noch auf der N64 gezockt hat.
Die Grafik kommt keineswegs an das Potenzial der Nintendo Wii ran und frustet einen im Verlauf des Spiels einfach nur.

Sound

Die Hintergrundmusik und die englischen Synchronsprecher sind ganz gut gelungen und bringen noch etwas Atmosphäre ins Wohnzimmer. Dies kann aber „Medieval Games“ auch nicht mehr rausreißen.

Schade, dass dem Spiel keine deutsche Synchronisation verpasst wurde, denn so muss man die Untertitel mitlesen, was vor allem für die jüngeren Spieler den Spielspaß erheblich drückt.

Features und Besonderheiten

„Medieval Games“ bietet keine Offline- oder Onlinefeatures.

Fazit

Wer wirklich Spaß haben will und nicht durch die Steuerung frustriert werden möchte, der greift mit „Medieval Games“ daneben, denn an Spiele wie „Mario Party 8“ kommt es trotz der relativ gut gelungenen Sprachausgabe und der Hintergrundmusik nicht ran. Der Umfang ist einfach zu wenig, die Steuerung zu ungenau, die Minispiele sind sich zu ähnlich und die Grafik ist viel zu schlecht.
Auch wer ab und zu alleine spielen möchte, verliert dank der KI schnell die Lust und hat auch keine Nerven immer den Duellen der Computerspieler zuzuschauen.

„Medieval Games“ ist also passend für ein paar Runden zwischendurch mit Freunden, bietet aber keinen Langzeitspielspaß und kann so auch nicht mit der Konkurrenz, wie z.B. „Mario Party 8“ mithalten.

Vielen Dank an Namco Bandai für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 65%
Grafik: 60%
Sound: 70%
Features und Besonderheiten: 60%

Gesamt 64%

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