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Titel: Invizimals |
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Mit „Invizimals“ veröffentlicht Sony ein neues, innovatives Spiel für die PSP, in dem Realität und Spielewelt vermischt werden und euch so ein neues Spielgefühl vermitteln.
Ob die Umsetzung dieser neuen Spieletechnik wirklich funktioniert und euch an euren Handheld fesselt, haben wir für euch herausgefunden.
Dann schaltet eure Kamera an und los geht`s zur Monsterjagd in unserem Spieletest zu „Invizimals“ auf der PSP.
Story
In „Invizimals“ macht ihr euch mit eurer Go!Cam auf Monsterjagd in eurer Umgebung. Hierzu könnt ihr im Storymodus starten, indem euch der Wissenschaftler Kenichi aus der PSP-Forschungsstätte in Tokio in die Welt der Invizimals einweist. Kenichi und ein bärtiger Professor geben euch mittels Videos immer mal wieder Tipps und Erklärungen zur Invizimals-Jagd. Durch Videoschnipsel wird euch die Story näher gebracht: Ihr sollt dabei helfen, die Invizimals einzufangen, da ein fieser Terrorist die kleinen Biester für seine Zwecke gebrauchen will.
Habt ihr ein paar Tierchen gefangen, könnt ihr euch auf der Weltkarte einen Kampf-Club auswählen und eure Invizimals gegeneinander antreten lassen.
Gameplay
Damit ihr „Invizimals“ spielen könnt, müsst ihr eure Go!Cam auf den oberen Mini-USB-Slot eurer PSP stöpseln und schon wird die Umgebung gefilmt.
Die Kamera reagiert besonders auf rote, blaue und helle Farben. Ihr solltet also darauf achten, dass euer Zimmer gut ausgeleuchtet ist.
Nun ist es eure Aufgabe euch mit eurer PSP bewaffnet auf die Monstersuche zu machen. Erkennt die Kamera ein verstecktes Invizimal, wird euch das durch ein Klick-Laut mitgeteilt und ihr müsst die mitgelieferte Karte, die als Falle dient, an die Stelle legen, an der die Kamera Alarm geschlagen hat. Je nachdem welches der 123 Invizimals ihr gefunden habt, müsst ihr verschiedene Techniken anwenden, um es zu fangen: Beim ersten Invizimal müsst ihr mit der flachen Hand schnell darauf schlagen, ein anders mal beschießt ihr einen „Jetcrab“ mit Schüssen und müsst dessen Schüssen ausweichen oder ihr kreist einen „Flameclaw“ mit einem Flammenwerfer ein.
Habt ihr die Tierchen mit einem der 30 Minispiele eingefangen, könnt ihr sie in eurer Sammlung begutachten, Fotos von ihnen machen oder gegen andere Invizimals im Kampf antreten lassen. Hier solltet ihr erst abwarten, welches Invizimals gegen eures antretet, denn wie in Pokémon ist jedem Invizimal ein Element, wie z.B. Feuer oder Eis zugeordnet, weshalb manche Attacken gegen Gegner bestimmter Elemente viel, wenig oder gar nichts bewirken können.
Zielt ihr mit der PSP-Kamera auf die Karte, erscheinen nun die beiden Kontrahenten und der Kampf kann beginnen. Ihr könnt eure beiden Kämpfer überall gegeneinander antreten lassen, wenn der Bereich nur gut ausgeleuchtet ist. Und so wird ein Tisch, das Sofa, der Fußboden oder die Tastatur zum Schauplatz eures Kampfes. Gewinnt euer Invizimal den Kampf, erhält es Erfahrungspunkte, die im Spiel „Watt“ genannt werden. Diese bekommt es jedoch nur, wenn der Level des Gegners nicht allzu weit unter dem von eurem kleinen Monster liegt. Mit einer bestimmten Anzahl von Watts steigt euer Sieger ein Level höher und eines der fünf Attribute Leben, Ausdauer, Erholung, Angriff und Abwehr kann gesteigert werden. Ihr benötigt jedoch sehr viele Kämpfe, um alle eure Invizimals auf gleichem Level zu haben.
Ihr solltet im Kampf besonders auf euer Timing achten, denn wenn die Ausdaueranzeige aufgebraucht ist, müsst ihr bis zum nächsten Kampfzug, egal ob Abwehr oder Angriff, warten und das könnte der Sieg für euren Gegner sein. Die Angriffe in den Echtzeit-Kämpfen werden durch Knopfdruck gestartet und die vier PSP-Buttons sind jeweils einer Attacke zugeordnet. Mit den Schultertasten wehrt ihr dagegen gegnerische Angriffe ab. Da die Kämpfe rundenbasiert ablaufen, die Gegner sich also nicht gleichzeitig angreifen können, habt ihr genug Zeit, die Funken einzusammeln, die während dem Kampf versprüht werden.
Diese lassen sich später im Shop durch nützliche Items eintauschen, die z.B. Ausdauer- oder Lebenspunkte wiederherstellen oder aber Spezialattacken auslösen. Während des Kampfes könnt ihr verschiedene Skills auslösen; schüttelt ihr z.B. die PSP, löst ihr ein Erdbeben aus und es entsteht ein Riss auf dem Kampfplatz, in dem glühendheiße Lava brodelt.
Grafik
Diese Skills sind hübsch animiert und sehen wirklich echt aus. Auch die kleinen Biester sehen putzig aus und versprühen ihren Charme während des Kampfes. Leider wird das Schütteln nicht immer direkt erkannt und so passiert es nicht nur einmal, dass der Riss zwischen euren Kämpfern erst mit etwas Verzögerung entsteht.
Durch die Go!Cam wird eure Umgebung zum Hintergrund, in der sich die Kämpfe abspielen. Leider kommt es sehr darauf an, in welchem Winkel ihr die PSP zu eurem Invizimal hält: habt ihr den richtigen. Ist der Winkel jedoch zu steil und geht ihr zu nahe an das Tierchen ran, kann es schonmal vorkommen, dass es einfach verschwindet oder auf eurem Schreibtisch hin- und herteleportiert.
Auch die Minispiele zeigen hier und da noch Schwächen: So wird beispielsweise das Zeichnen eines Feuerkreises durch schwammige Kamerabewegungen zur Geduldsprobe.
Abgesehen davon, dass die Tierchen einfach mal so aus dem Bild ploppen oder zu flackern beginnen, sind sie wirklich gut animiert worden und werfen realistische Schatten auf eure Umgebung.
Sound
Beim Sound hätten sich die Entwickler noch etwas mehr Mühe geben können, da die Kämpfe lediglich durch eine nicht gerade auffällige Hintergrundmusik begleitet werden, welche ihr nach kurzer Zeit schon gar nicht mehr wahrnehmt. Auch die deutschen Synchronsprecher klingen alles andere als motiviert, was einem mit der Zeit wirklich auf die Nerven geht. Aber bei „Invizimals“ sollte ja nicht der Sound im Vordergrund stehen und so kann man das ganz gut verzeihen.
Features und Besonderheiten
Ihr habt bei „Invizimals“ die Möglichkeit im AD-Hoc- sowie im Online-Modus gegen andere anzutreten. Im Online-Modus könnt ihr euch in den drei Regionen Asien, Amerika und Europa eine Lobby erstellen, in denen ihr eure Schützlinge gegen andere Exemplare antreten lassen könnt. Auch Tauschgeschäfte sind hier möglich. So könnt ihr eigene Invizimals oder Extras für einen hochgezüchteten Krieger eintauschen.
Fazit
Mit „Invizimals“ setzt Sony auf bewährte Elemente der Pokémon-Reihe, die in ein neues Licht gerückt wurden. Tolle Kämpfe, niedlich animierte Monster und eine große Auswahl an Spezialeffekten überzeugen. Leider klappt noch nicht alles so gut, denn die Lags im Gameplay stören auf Dauer die Spielmotivation und auch ein Sammelfieber mag nicht so richtig aufkommen. Im Storymodus wird jedoch auch klar, dass das Spiel eindeutig für das jüngere Publikum bestimmt ist.
„Invizimals“ ist ein guter Schritt in eine neue Spielrichtung, jedoch nicht dafür gedacht unterwegs gespielt zu werden. Die Kameraanbindung sollte beim nächsten Teil jedoch noch einmal überarbeitet werden, damit fiese Lags den Spielspaß nicht mehr stören können.
Vielen Dank an Sony Computer Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!
Bewertung
Gameplay: 78%
Grafik: 80%
Sound: 70%
Features und Besonderheiten: 85%
Gesamt 78%
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