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Mrz 08

MX vs. ATV Reflex


Titel: MX vs. ATV Reflex
Publisher: THQ Entertainment
Plattform: Playstation 3
Genre: Rennspiel
Release: 05.02.2010
USK: ab 0 Jahren
Online-Modus: Ja


Nach fast genau zwei Jahren haben sich THQ und deren Rainbow Studios gewagt, einen neuen Teil ihrer berühmten „MX vs. ATV“- Serie zu veröffentlichen. Der Vorgänger war grafisch und musikalisch sehr schwach und das Gameplay nicht gut genug, um den Erwartungen der Fans gerecht zu werden. Aber jetzt steht mit „MX vs. ATV Reflex” der neuste Teil im Handel und wir schauen uns das genauer an.

Dann ab auf unser Buggy und lasst uns durch die Wüste ziehen in unserem Review zu „MX vs. ATV Reflex“ für die Playstation 3.

Story

Dass man sich nach zwei Jahren auf den Weg gemacht hat im neusten Teil von „MX vs. ATV“ alles neu zu verbessern, zeigt das Engagement des Teams. Die Verbesserungen werden bereits beim Start des Spiels klar: Das Hauptmenü ist gut geordnet und wartet nur darauf von uns entdeckt zu werden. Es gibt zum einen die Moto-Karriere und zum anderen den Arcade Modus. Der Arcade-Modus ist in sieben Modi unterteilt: Nationals, Freie-Fahrt, Supercross, Omnicross, Checkpoint-Rennen, Meister-Rennen und Freistil-Contest.

In der Moto-Karriere geht es wie immer darum, der Beste zu sein. Hier seht ihr euren Fortschritt, Statistiken, Ranglisten und auch eine Trickbibliothek, die euch im Spielverlauf helfen sollen. Insgesamt gibt es im Game 23 Strecken, die sehr abwechslungsreich sind und allesamt das Potenzial haben, euer Liebling zu werden.

Dies trifft aber nicht nur auf die Strecken zu, sondern auch auf die Fahrzeuge. Ihr könnt aus sieben Fahrzeugklassen auswählen und diese sind: ATV, MX, MX Lite, UTV, Sport Truck, Sport Buggy und Sport 2. Je nach Fahrzeug unterscheiden sich natürlich die Fahreigenschaften und die Agilität.

Gameplay

Dieses Jahr steht die „Rhythm Racing 2.0“ -Physikengine und das innovative „Rider Reflex“-Steuerungssystem an zentraler Stelle in „MX vs. ATV Reflex“. Das neue Steuerungssystem ermöglicht eine nie dagewesene Präzision, indem ihr das Fahrzeug mit dem linken Stick und die Körperhaltung des Fahrers mit dem anderen rechten Stick steuert und somit unabhängig voneinander agieren könnt. Dadurch bekommt man ein ganz neues Fahrgefühl und kann durch Gewichtsverlagerungen einiges an Realismus dazu gewinnen.

Die neue Physikengine hingegen hat nicht direkt was mit uns zu tun, sondern mit dem, worauf wir fahren. Die Strecke wird im Verlauf der Runden matschiger und immer mehr Spurrillen bilden sich. Bislang blieb das aber eher außer Acht und jede Runde konnte mit gleicher Ideallinie gefahren werden. Durch die neue Engine ist dies nach kurzer Zeit nicht nur sichtbar, sondern man fühlt auch, dass sich die Strecke mit jeder neuen Runde verändert. Dies verleiht dem Game noch einmal einen mächtigen Schub in Richtung Realismus.

Die Gegner im Rennen sind in vier KI-Stufen unterteilt und bieten so für jeden das passende. Sehr gelungen sind die Credits, die ihr gegen Tuningteile wie Auspuff, Querlenker, Reifen, Grafik-Kits und vieles mehr tauschen dürft. Damit aber euer Charakter nicht leer ausgeht, befinden sich im Shop auch neue Helme, Brillen oder Kleidung.

Grafik

Eine große Erneuerung gegenüber dem Vorgänger ist auch der Punkt Grafik. Wo früher triste Texturen für Spannung sorgen sollten, scheinen jetzt ganze Landschaften in ihrem Glanze. Egal ob Matsch-, Schnee- oder Waldstrecken, alles sieht viel besser aus. Zwar kommt man noch nicht an das Niveau eines „Motorstorm“ dran, wird es aber vielleicht mit dem nächsten Titel überholen.

Die Animationen von den Fahrern sowie auch die Fahrzeuge sehen ansprechend aus und auch die Stimmung kommt in der Halle mit dem Publikum, das richtig mitfeiert, sehr gut rüber. Schade ist hingegen, dass man noch keine verschiedenen Witterungsverhältnisse hat und auch die Ladezeiten relativ lange sind. Dafür gibt es wenige Probleme im Spielverlauf und die Framerate bleibt stets konstant.

Sound

Dieser Punkt trennt sich in zwei Bereiche: zum einen gibt es die Musik im Spiel, die sehr rockig und Heavy Metal- lastig ist. Dies ist zwar nicht jedem sein Geschmack, passt aber gut zum Spiel und lässt sich hören. Auf der anderen Seite sind die Spiel bzw. Motorengeräusche. Die Samples, die hier verwendet werden, kennen keine Abwechslung und hören sich oft gleich an. Im Vergleich zum Vorgänger ist dennoch alles besser, aber wir möchten ja immer das Beste. Richtig gefallen wird aber jedem die deutsche Sprachausgabe.

Features und Besonderheiten

Für alle, die nicht nur alleine vor der Konsole sitzen, gibt es Offline einen Splitscreen für 2 Spieler und Online einen Modus für bis zu 12 Spieler. Dabei gibt es verschiedene Klassen und verschiedene Disziplinen. Vor jedem Spiel gibt es die Möglichkeit, sich mit anderen Spielern für eine Strecke zu entscheiden. Die Strecke, für die am meisten gevotet wird, wird dann auch gefahren.

Fazit

Dass man mit „MX vs. ATV Reflex“ den besten Titel der Serie geschaffen hat, muss man klar anerkennen. Sowohl die neue Steuerung von Fahrer und Fahrzeug, als auch die neue Engine sorgen für Realismus. Zwar ist das Game grafisch noch lange nicht oben angelangt, aber die Tendenz zeigt, dass THQ einiges investiert. Für Fans der Serie wird „MX vs. ATV Reflex“ ein absolutes Must-Have, alle anderen können einen Blick riskieren und sich vielleicht vom Rennfieber anstecken lassen.

Vielen Dank an THQ Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!

Bewertung

Gameplay: 81%
Grafik: 75%
Sound: 77%
Features und Besonderheiten: 80%

Gesamt 78%

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