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Titel: Dynasty Warriors: Strikeforce |
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Nach 13 Jahren Videospielgeschichte mit immer wieder neuen Ablegern, ist es nun wieder soweit: „Dynasty Warriors“ kommt wieder mit einem neuen Ableger um die Ecke. Nachdem die PlaystationPortable-Besitzer schon Anfang letzten Jahres das Vergnügen mit dem neuesten Ableger „Dynasty Warriors Strikeforce“ auf ihrem Handheld hatten, hat KOEI nun die Schlacht auch auf die Playstation 3 und Xbox 360 portiert.
Wir schauen uns für euch die Xbox 360-Version in unserem Review mal genauer an und verraten euch, ob sie einen Kauf wert ist.
Story
An der eigentlichen Story von „Dynasty Warriors: Strikeforce“ hat sich nicht viel verändert. Bevor ihr loslegt entscheidet ihr euch zuerst, ob euer Charakter dem Clan der Wu, Shu oder Wei angehören soll. Jeder Clan möchte das alte China für sich beanspruchen und so heißt es für euch, dass ihr euch etlichen von Gegnerscharen stellen müsst, um zum Schluss den Endgegner erledigen zu können.
Diesmal könnt ihr jedoch euren Charakter nicht direkt von Anfang an nach euren eigenen Vorstellungen formen, sondern benötigt Kampfeserfahrung, welche dann in den verschiedenen Shops umgewandelt wird.
Gameplay
Die nach dem Kampf erworbenen Punkte, die ihr auf dem Schlachtfeld eingesammelt habt, bringen euch in eure Heimatstadt zurück, wo ihr die Punkte im Shop gegen Waffen, Rüstungsgegenstände, Figur bezogene Attribute, Schilde wie auch partielle Elixiere eintauschen könnt.
Auch Trainingsmöglichkeiten sind in der Stadt verstreut, sodass ihr euch mit den Fähigkeiten eures Charakters vertraut machen könnt.
Um euren Charakter immer weiter auszubauen und nach und nach die 41 Krieger freischalten zu können (darunter die Zusatzfigur „Nu Wa“ aus „Warriors Orochi 2“), müsst ihr die insgesamt rund 200 Missionen erfolgreich abschließen. Um die Übersicht zu behalten, sind diese am „schwarzen Brett“ eures Dorfes vermerkt.
Eine Neuerung sind die so genannten „Offizierskarten“, mit denen ihr eure Stadt aufwerten und auf bestimmte, nutzbringende Fähigkeiten bei euren Feldzügen zurückgreifen könnt und damit gelegentlich die Kräfte von Boss-Gegner schwächt.
Das A und O in „Dynasty Warriors: Strikeforce“ ist das Sammeln von Rohstoffen und das Besitzen von Geld. Denn in den etlichen Shops, sei es nun in dem Shop für Heilmittel, beim Schmied oder in der Akademie, werdet ihr diese Rohstoffe oder Geld brauchen, um daraus einen Nutzen für euren Charakter ziehen zu können. Ihr könnt z.B. Waffen schmieden lassen, diese verstärken und schließlich sogar mit Elementarzaubern wie Feuer, Gift etc. versehen. Wer möchte, kann auch besondere Fähigkeiten wie einen Doppelsprung oder die Fähigkeit des schnelleren Laufens oder gar temporäres Schweben erlernen.
Oft ist es auch nötig bereits bewältigte Abschnitte nochmals zu durchqueren, da man vielleicht ein bestimmtes Material übersehen hat, das man unbedingt für das Herstellen dieser einen Waffe braucht, um seine Gegner ordentlich ins Jenseits schicken zu können.
Der Kritikpunkt, dass man in „Dynasty Warriors“ eine einmal ausgewählte Figur nicht mehr austauschen kann, ist mit der Neuerung von „Dynasty Warriors: Strikeforce“ endlich aus der Welt. Denn hier habt ihr die Möglichkeit am sogenannten „Schrein“ die aktuell gespielte Figur auszutauschen und ihr habt überdies die Option bis zu drei weitere Kämpfer in seinen Verbund mit aufzunehmen. Dies ist z.B. ganz hilfreich, wenn ihr es mit einer großen Horde von Gegner zu tun habt. Die 3 KI-gesteuerten Mitkrieger reagieren vielleicht nicht so, wie ihr es euch immer erhofft, aber sie sind auf jedenfall eine Unterstützung.
In „Dynasty Warriors: Strikeforce“ könnt ihr jetzt auch mit einem Phönix oder übergroßen Tiger in den Ring steigen und euch beweisen.
Grafik
Die Landschaft in „Dynasty Warriors: Strikeforce“ wirkt karg, trostlos und grau und die vielen Gegner-Scharen entpuppen sich als Klonkrieger.
Die Textur- und Effektqualität wurde zwar von PSP- an HD-Verhältnisse angepasst, aber Optimierung sieht anders aus. Allzu oft merkt man, dass das Spiel ja eigentlich für die PSP gemacht wurde. Clippingfehler, schwache Umgebungstexturen, immer wieder nachzuladende Areale, die dann ins Stocken kommen und auch Probleme mit dem Schattenwurf drücken erheblich den Spielspaß.
Die Figuren sind im Gegensatz zur Umgebung sehr detailreich dargestellt und haben in ihren Bewegungen an Geschmeidigkeit zugelegt.
Sound
Auch „Dynasty Warriors: Strikeforce“ kommt, wie von den Vorgängern schon bekannt, in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln daher.
Die montone Melodie im Hintergrund wird zum Glück von den klirrenden Schwertern und Säbeln übertönt, da sie mit der Zeit einfach nur nervig ist.
Features und Besonderheiten
Mit dem Ableger „Dynasty Warriors: Strikeforce“ schafft es die Spiele-Reihe endlich auch Online die Schlachtfelder zu besiedeln. Der Übergang ist fließend und auch die Ladezeiten sind annehmbar.
Ihr könnt mit insgesamt vier menschlichen Mitstreitern ins Gefecht ziehen und Offiziere tauschen, dafür wurde auf den lokalen Splitscreen-Koop- oder -Versus-Modus komplett verzichtet. Offline könnt ihr also nur mit KI-Spielern an eurer Seite kämpfen.
Unerwartete Verbindungsabbrüche mindern den Spielspaß ungemein und auch die Geschwindigkeit lässt noch zu wünschen übrig. Hier ist leider viel Potenzial unausgeschöpft geblieben.
Fazit
Die Integration der chinesischen Mythologie und dem Multiplayer-Modus für bis zu vier menschlichen Mitstreitern online oder offline mit KI-Spieler, ist eine gute Idee gewesen.
Leider sieht man der Grafik noch deutlich an, dass „Dynasty Warriors: Strikeforce“ eigentlich für die PSP gemacht wurde, denn die Optimierung auf die HD-Konsole ist missglückt. Egal ob Verbindungsabbrüche im Online-Spiel oder aber Clipping- und Texturfehler, alles wirkt etwas unfertig und verhindert, trotz der 200 Missionen, dass auch auf Dauer richtige Spielmotivation aufkommen kann.
Für Fans der Reihe ist das Spiel sicherlich ein Muss, da es einfach einige wichtige Neuerungen enthält, alle anderen sollten „Dynasty Warriors: Strikeforce“ erstmal anspielen.
Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!!!
Bewertung
Gameplay: 75%
Grafik: 66%
Sound: 63%
Features und Besonderheiten: 75%
Gesamt 70%
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